Wildhecken stießen auf viel Interesse

Vorarlberg / 17.06.2021 • 15:45 Uhr
Zahlreiche Teilnehmer informierten sich bei einem Spaziergang durch Rankweil über Pflanzung und Pflege von Wildhecken.<span class="copyright">Marktgemeinde</span>
Zahlreiche Teilnehmer informierten sich bei einem Spaziergang durch Rankweil über Pflanzung und Pflege von Wildhecken.Marktgemeinde

natuRankweil-Exkursion zum Nutzen heimischer Sträucher.

RAnkweil Hartriegel, Kornelkirsche, Schlehdorn, Wildheckenrosen, Wolliger Schneeball – um diese und andere Gewächse ging es bei der Wildhecken-Exkursion in Rankweil am Freitag. Rund 30 Teilnehmer informierten sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „natuRankweil“ bei Fachleuten über die Grundlagen für Artenvielfalt im eigenen Garten. Bauhofleiter Wilfried Ammann und Andreas Kapp vom Landesforstgarten führten durch die Exkursion und informierten Vertreter aus anderen Gemeinden und Institutionen sowie Privatpersonen aus ganz Vorarlberg über den Nutzen von heimischen Sträuchern und Bäumen für die Biodiversität. „Ideale Grundlage für Artenvielfalt kann im eigenen Garten, auf öffentlichen Plätzen, im Wald, aber auch an Wegesrändern und am Rande landwirtschaftlicher Flächen entstehen“, erklärte Ammann.

Wildhecken Teil des Biotopverbunds

Der Rundgang begann beim Wildbienenbahnhof in Rankweil und ging bis zur naturnah gestalteten Fläche an der Treietstraße. Unterwegs erklärten die Experten, warum Wildhecken, Trockensteinmauern, Altholz und Blumenwiesen die Grundlage für mehr Biodiversität sind und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann. Laut Kapp vom Landesforstgarten sind die besten Pflanzzeitpunkte im Herbst oder im Frühjahr – entsprechende Jungpflanzen gibt es derzeit im Forstgarten in Rankweil-Brederis. „Gerade für Hobbygärtner, welche sich einen möglichst pflegeleichten Garten wünschen und etwas für die Artenvielfalt tun möchten, sind Wildhecken ideal“, so Kapp. Ammann ergänzt: „Wildhecken sind zudem wesentlicher Bestandteil eines Biotopverbunds – also von Naturräumen, in welchen Tiere und Pflanzen über Verbindungskorridore wandern und sich austauschen können.“

Rankweil ist mittlerweile Vorreitergemeinde bei allen Themen rund um Biodiversität. Zuletzt wurde im Gemeindevorstand der Beschluss gefasst, Pilotgemeinde beim Projekt der Vorarlberger Landesregierung „Biotopverbund Rheintal“ zu werden. In diesem Zusammenhang werden nun Potenzialflächen für die Entwicklung eines Biotopverbunds ermittelt, aus welchen ein detaillierter Maßnahmenkatalog entstehen soll.

Initiiert und umgesetzt wurde die Exkursion von der Marktgemeinde Rankweil in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Obst- und Gartenbauverein, dem Energieinstitut und dem Landesforstgarten. Die Begrüßung der Teilnehmenden übernahm Gemeinderat Alejandro Schwaszta. Broschüren zum Thema heimische Sträucher und Bäume, naturnahe Begrünung und Infos zu Veranstaltungen des Obst- und Gartenbauvereins, der Gemeinde und des Landes gibt es kostenlos im Bürgerservice der Marktgemeinde Rankweil.