Soldaten werden neu verwaltet

Das Bundesheer bekommt eine Strukturreform verpasst.
Schwarzach Das Verteidigungsministerium und die Heeresführung werden neu strukturiert. Kern der Reform sind eine Verschlankung der Führungsstruktur und die Trennung von Verwaltung und militärischer Führung. Aus bisher fünf Sektionen in der Zentralstelle werden drei Direktionen. Vorarlbergs Militärkommandant Gunther Hessel hofft, dass längerfristig auch die Strukturen weiter unten weiterentwickelt werden.
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Das Ministerium besteht künftig aus dem Kabinett inklusive Generalsekretär, darunter folgen zwei zivile Generaldirektionen: eine für Personalführung und Budget zuständige Präsidialdirektion und eine für Recht, Diplomatie und Kommunikation zuständige Direktion für Verteidigungspolitik. Darüber hinaus wird eine Direktion Revision und Disziplinar- und Beschwerdewesen gebildet. Die vom Generalstabschef geführte Generaldirektion für Landesverteidigung ist Teil des Ministeriums und des Bundesheeres zugleich. Ihr werden in Form von acht weiteren Direktionen alle Fachbereiche der Truppe unterstellt. Aus dem Kommando Streitkräfte wird die Direktion Einsatz, die Luftkomponenten werden in der Direktion Luftstreitkräfte zusammengeführt, in der Direktion Ausbildung werden alle Ausbildungskomponenten gebündelt, das Kommando Streitkräftebasis wird zu Logistik-Direktion, es folgen noch die Direktion Beschaffung, IKT und Cyber, Infrastruktur und militärisches Gesundheitswesen.

Landesmilitärkommandant Hessel gefällt vor allem die militärische Struktur mit dem Generalstabchef an der Spitze. “Es geht in die richtige Richtung”, betont er in der Sendung Vorarlberg live. Es bleibe ein relativ schlankes Ministerium zurück. “Und die militärischen Elemente werden mit dem jetzigen Streitkräftekommando verschmolzen.” Es gebe eine Führungsebene weniger und Parallelstrukturen im Ministerium würden abgebaut. Für Vorarlberg werde sich vorerst nichts ändern. Aber: “Wenn mal die Strukturen oben eingespielt sind, erwarte ich mir eine Weiterentwicklung weiter unten. Derzeit sind wir recht gut aufgestellt. Wir erwarten dann aber neue Impulse, die es für die neuen Bedrohungsszenarien braucht.”

In einem anderen Land ändert sich etwas: Der letzte österreichische Soldat verlässt Afghanistan und kommt am Freitag zurück. Damit endet der fast 20-jährige Einsatz im Rahmen der Nato.