Die Regenschauer-Waschbox für den Drahtesel

Eine Waschbox für Fahrräder aller Art gibt es nun in den Rheinauen. Hinter dem Projekt steht der Altacher Marco Greiter.
Hohenems Die Idee für die Fahrradwaschanlage geisterte dem Fahrradmechaniker Marco Greiter bereits die vergangene zwei Jahre durch den Kopf. Das Konzept ist nicht grundsätzlich neu, doch brauchte es einige Anpassungen aus der Sicht des Altachers. Nach langer Suche fand er in Cottbus einen Hersteller, der auf seine Wünsche eingehen konnte. Manche Anpassungen verlangte aber auch das Umfeld: “Die Anlage musste verbreitert werden, scheinbar haben die Fahrräder in Österreich breitere Reifen als in Deutschland”, erklärt der 41-Jährige. Hinzu hatte er anfangs mit skeptischen Kollegen und Banken zu kämpfen, schlussendlich dann mit den pandemiebedingten Verzögerungen. Seit dieser Woche ist die Selbstbedienungsanlage aber in Betrieb, direkt an den Rheinauen.
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Die Idee für den Standort kam vom Radlergarten-Chef Michael Häfele selbst. Berührungsängste mit der Waschanlage haben dessen Gäste nicht. Dies liegt auch am schonenden Konzept, ist Greiter überzeugt: “Es ist eine Niederdruckreinigung ohne Bürsten, quasi wie ein Regenschauer. Das schont die Technik selbst am E-Bike”, betont der Altacher. Der Reiniger ist umweltschonend, der Wasserkreislauf geschlossen. Nur für das Klarspülen wird Frischwasser verwendet. Da die Anlage außerdem auch Regenwasser sammelt und verwendet, ist das Wasser auch kalkarm.

Ausgelegt ist die Maschine für alle Fahrräder, angefangen vom Kinderrad bis hin zum genannten E-Bike. Die verschiedenen Waschprogramme dauern nur wenige Minuten, eine Glastür erlaubt den Besitzern beim Vorgang zuzusehen. Inzwischen gibt es auch Interessenten, die sich bei Greiter beteiligen wollen. Der Altacher will sich aber zuerst darauf konzentrieren, noch weitere Waschboxen in Vorarlberg aufzustellen, zum Beispiel in Bregenz.
Story: Susanne Bickel, Matthias Rauch