Radzählstelle in Lochau knackt 200.000er-Marke

Im Mai wurden täglich 1600 Durchfahrten registriert. Am letzten Sonntag des Wonnemonats gab es mit 5700 einen ersten Rekord.
Lochau Die neue Radzählstelle mit Radbarometer am Bodensee-Radweg im Bereich des Lochauer Hafens zählt und zählt. So sind hier seit Mitte November 2020 bis dato über 200.000 Radlerinnen und Radler durchgefahren. Und der Sommer hat erst angefangen.
Der Bodensee-Radweg ist die am stärksten frequentierte Radroute in ganz Vorarlberg. Er dient als wichtige überregionale und auch grenzüberschreitende Verbindung sowohl beim Alltags- als auch beim Freizeitradverkehr. In dem gerade beschlossenen Abkommen zwischen Bund und Land zur Investition in Großprojekte für den Radverkehr ist auch der Ausbau der Pipeline im Nahbereich der neuen Radzählstelle ein wichtiges Projekt. Schon jetzt kann anhand der Zähldaten die Bedeutung dieser speziellen Radroute von Lindau über Lochau nach Bregenz unterstrichen werden.
Jeder Radfahrende zählt
Die neue Radzählstelle inklusive des in Vorarlberg entwickelten Radbarometers zeigt den Spaziergängern und Radfahrern, die hier am Lochauer Bodenseeufer zwischen dem Bahnhof Lochau-Hörbranz und der Hafenanlage auf dem Bodensee-Radweg unterwegs sind, auf einem Display aktuell die Anzahl der Radlerinnen und Radler an, die dort täglich auf ihrem „Drahtesel“ vorbeifahren. Dazu wird auf einer anderen Skala die Gesamtsumme der Radler im laufenden Jahr abgebildet.
Bis dato über 200.000 Durchfahrten
Anfang November 2020 wurde die Zählstelle samt Barometer vom Land Vorarlberg (Abteilung Straßenbau) installiert. Allein über die Wintermonate, vom Mitte November 2020 bis Ende März 2021, wurden trotz oft sehr widriger Wetterverhältnisse bereits 58.000 Radler gezählt. Dies entspricht einem täglichen Durchschnitt von rund 530 Radlern.
Mit dem Frühling und den wärmeren Temperaturen, aber auch mit der langsamen Öffnung der coronabedingt lange Zeit gesperrten deutsch-österreichischen Grenze gehen die Zahlen jetzt rasant in die Höhe. Allein im Monat Mai wurden über 50.000 Durchfahrten gezählt, das sind täglich im Schnitt über 1600 Durchfahrten. Der letzte Sonntag in diesem zudem äußerst kühlen Mai brachte mit rund 5700 Durchfahrten einen ersten Rekord. Und bereits am 10. Juni um 14 Uhr wurde die Schallmauer von 200.000 Durchfahrten durchbrochen.
Zur Bewusstseinsbildung
„Ein solcher Radbarometer liefert nicht nur statistische Daten, er soll als sichtbares Zeichen auch dazu beitragen, dass möglichst viele dazu motiviert werden, das Rad als Alltagsverkehrsmittel auszuprobieren bzw. ganz auf dieses umzusteigen“, wie Katharina Schwendinger, Abteilung Straßenbau (VIIb), dazu mitteilt. Die Daten, welche auch online über www.vorarlberg.at abgefragt werden können, werden zur Erhebung des Radverkehrsaufkommens und dessen Auswirkungen im Rahmen von straßenbaulich notwendigen Maßnahmen verwendet. bms

