Mäderer Haushalt leidet unter Pandemie und Insolvenz

Vorarlberg / 10.06.2021 • 16:49 Uhr
Nicht nur durch die Coronakrise wurde weniger Geld in die Gemeindekassa gespült, auch die Insolvenz der Firmengruppe Huber machte Mäder zu schaffen. <span class="copyright">Mäser</span>
Nicht nur durch die Coronakrise wurde weniger Geld in die Gemeindekassa gespült, auch die Insolvenz der Firmengruppe Huber machte Mäder zu schaffen. Mäser

Rechnungabschluss mit Abgang von rund 632.ooo Euro verabschiedet.

Mäder Wie vielerorts wirkte sich die Coronakrise auch in der Gemeinde Mäder auf die Finanzen aus. Doch auch abseits davon machte im vergangenen Jahr ein Faktor dem Haushalt zu schaffen: Der Zwangsausgleich mehrerer Firmen der Huber-Gruppe sorgte für erhebliche Mindereinnahmen.

Der Schwerpunkt des letztjährigen Haushalts in Mäder lag in weiteren Sanierungen und Erweiterungen der Wasserversorgung sowie der Instandhaltung der Hochbauinfrastruktur. Mit rund 1,3 Millionen Euro gehörten aber auch 2020 die Abgaben an den Sozialfonds, die Beiträge zur Abgangsdeckung der Spitäler und die Landesumlage zu den größten Posten, wie der Rechnungsabschluss zeigt. Rund eine halbe Million Euro wurde in den Grunderwerb investiert. Einen Anstieg verzeichnete die Gemeinde bei den Personalkosten – diese betrugen im vergangenen Jahr rund 2,7 Millionen Euro.

Deutlicher Abgang

Auf der Einnahmenseite machten bei der Bilanz von 2020 eben vor allem zwei Faktoren zu schaffen. Durch die Coronakrise und den Zwangsausgleich mehrerer Firmen der Huber-Gruppe entstanden der Gemeinde Mindereinnahmen bei der Kommunalsteuer von rund 300.000 Euro sowie bei den Ertragsanteilen mit 180.000 Euro und bei den Abwassergebühren von 50.000 Euro – insgesamt fehlte damit bei der Schlussrechnung über eine halbe Million Euro. „Mit diesen Vorgaben war es nicht möglich, einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen, und so ergab sich beim Ergebnishaushalt bei Ausgaben von rund 9,4 Millionen Euro ein Abgang von 632.000 Euro“, bilanziert Bürgermeister Rainer Siegele das Jahr 2020. Im vergangenen Jahr leicht angestiegen sind auch die Verbindlichkeiten der Gemeinde. Die Pro-Kopf-Verschuldung stieg von 1690 Euro auf 1990 Euro an, wobei „hier vor allem ein Grundankauf zu Buche schlug“, so Siegele.

Mäderer Haushalt leidet unter Pandemie und Insolvenz

„Mit diesen Vorgaben war es nicht möglich, einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen.“

Rainer Siegele
Bürgermeiser Mäder

Mehr Budget für 2021

Die Pandemie macht sich aber auch im laufenden Jahr im Finanzhaushalt bemerkbar. Aufgrund massiver Einnahmenausfälle muss die Kommune, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, auf Grundreserven zurückgreifen. Trotzdem liegt der Schwerpunkt auch in diesem Jahr auf Investitionen. Neben einer Lärmschutzwand entlang der Autobahn wird in Mäder auch das Radwegenetz ausgebaut; am Friedhof werden neue Erdurnengräber entstehen. Mit Einnahmen in der Höhe von rund 12,8 Millionen Euro liegt der Finanzierungsvoranschlag 2021 in der Gemeinde Mäder um gut 2,3 Millionen Euro über dem Voranschlag 2020. MIMA