Sicherheitsakademie: Jetzt wird es so richtig ernst

Acht Frauen und 13 Männer zum Dienst bei der Vorarlberger Polizei angelobt.
Feldkirch Die Sache ist klar: Die Polizei kann Leute brauchen, allerdings nicht jede(n). Vor dem neuen Grundausbildungslehrgang an der Feldkircher Sicherheitsakademie (Polizeischule) haben von mehr als 90 Bewerbern gerade mal 21 die Hürden des umfangreichen Auswahlverfahrens erfolgreich übersprungen.
Beim inoffiziellen Akt ihrer Angelobung bei der Sicherheitsakademie zeigt sich bereits Disziplin bei den acht jungen Frauen und 13 Männern. Regungslos und schweigend sitzend, erheben sie sich gleichzeitig in respektvoller Manier, als Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher und sein Stellvertreter Walter Filzmaier den Saal betreten.
Zweijährige Ausbildung
Ludescher spricht und bringt die Kernaufgabe der Polizei auf den Punkt: „Wir schützen die Schwachen vor den Starken – auch wenn das plakativ klingen mag.“ Doch bevor es auf Streife und in die Polizeiinspektionen geht, heißt es erst mal zwei Jahre lange Pauken in der Akademie. Sich vorbereiten auf einen herausfordernden und teilweise schwierigen Dienst für die Gesellschaft, heißt das. „Das Wichtigste, was Sie in der Schule lernen werden, ist Fachwissen“, macht Ludescher deutlich, „und zwar Fachwissen mit den drei Schwerpunkten Rechtsstaatlichkeit, qualitativ gute Arbeit und Loyalität gegenüber der Führung.“
Sicherheitsakademie-Leiter Martin Konzett schlägt in dieselbe Kerbe: „Fachwissen ist auch für Ihre persönliche Entwicklung wichtig.“ Als Polizist(in) müsse man bisweilen dorthin schauen und gehen, wo andere nicht hinschauen und gehen wollen, spricht Konzett den Schülern schon jetzt ins Gewissen. „Es ist kein alltäglicher Beruf. Doch nur wer hier dabei ist, lernt die verschiedenen Schichten der Gesellschaft kennen“, ergänzt er.
Außerdem mahnt der Schulleiter bei zukünftigen Festnahmen und Eskalationen, die neben dem Fachwissen auch Mut und Risikobereitschaft erfordern würden, auch mit allen Konsequenzen und ohne Zögern einzuschreiten. Doch dies mit Ruhe und Besonnenheit.
“Keine Sperenzchen mehr”
Ludescher verteilt die einzelnen Dekrete an die zukünftigen 21 OrdnungshüterInnen. Vorher aber gelobten sie einhellig und wortstark: „Ich gelobe die Gesetze der Republik Österreich zu befolgen und alle mit dem Dienst verbundenen Pflichten treu und gewissenhaft zu erfüllen.“ Nach der Angelobung unterhält sich der Landespolizeidirektor mit den Schülern persönlich, lässt es dabei auch nicht an Humor fehlen: „Also, ab jetzt keine Sperenzchen mehr . . .“, scherzt er etwa.