Caroline Waltl hat ihre Passion zum Beruf gemacht

Vorarlberg / 08.06.2021 • 11:40 Uhr
Caroline Waltl hat ihre Passion zum Beruf gemacht
Caroline Waltl ist mit Herzblut Hundetrainerin. MANUEL GARDE

Die Dornbirnerin Caroline Waltl ist mobile Hundetrainerin. Sie coacht Mensch und Tier.

Dornbirn, Axams Als Kind wünschte sich Caroline Waltl (32) nichts sehnlicher als einen Hund. “Aber mein Vater wollte keinen im Haus haben.” Doch für ihre Meerschweinchen und Hasen baute er ihr einen Stall im Garten. Die kleine Caroline mochte die flauschigen Tierchen. Aber das Herz des Mädchens schlug für Hunde. Das tierliebende Kind hatte das Glück, dass in der Nachbarschaft eine ältere Frau wohnte, die einen Mischlingshund hielt. “Ich durfte jeden Tag mit ihm spazieren gehen.” Seppi wurde zu Carolines erstem Pflegehund. “Es war, als ob es mein eigener Hund wäre.” Gezielt suchte das Mädchen die Nähe zu Vierbeinern. “Bei meiner Oma in Zell am See habe ich mir einen zweiten Pflegehund angelacht.”

Hundeliebe in den Genen

Carolines Affinität zu Hunden könnte mit ihren Genen zu tun haben. “Meine Uroma hat Schäferhunde gezüchtet.” Nachsatz: “Kranke und verletzte Tiere hat sie mit dem Schubkarren zum Tierarzt gebracht.”

Caroline Waltl hat im Vorjahr ein Buch geschrieben. Es richtet sich an Menschen, die ihre Beziehung zum Hund festigen und analysieren wollen.
Caroline Waltl hat im Vorjahr ein Buch geschrieben. Es richtet sich an Menschen, die ihre Beziehung zum Hund festigen und analysieren wollen.

Mit 20 Jahren erfüllte sich die damalige Studentin ihren Traum und schaffte sich erstmals einen Hund an. Eigentlich wollte Caroline immer einen großen. Aber das Leben bescherte ihr einen kleinen, einen Rehpinscher-Mischling. Und das kam so: “Der Hund meiner Freundin bekam Nachwuchs. Als ich einen drei Tage alten Welpen in meinen Armen hielt, konnte ich nicht mehr Nein sagen.” Die Dornbirnerin ist sich sicher: Es war Bestimmung, dass Maggie vor 13 Jahren zu ihr kam. “Sie ist überall mit dabei, bei Berg- und Skitouren, sogar beim Klettern. Da nehme ich sie im Rucksack mit.”

“Es ist schön, zu einem Tier eine enge Beziehung aufzubauen und mit ihm durch dick und dünn zu gehen.”

Caroline Waltl, Hundetrainerin

Maggie bereicherte von Anfang an das Leben von Caroline. “Es ist schön, zu einem Tier eine enge Beziehung aufzubauen und mit ihm durch dick und dünn zu gehen.” Von Maggie hat Caroline schon viel gelernt, zum Beispiel öfters im Hier und Jetzt zu sein, nicht nachtragend zu sein, an kleinen Dingen Freude zu haben und Gefühle und Absichten zu kommunizieren. “Man entwickelt sich laufend weiter mit dem Hund. Er begleitet mich auf dem Weg zu mir selbst.”

Caroline Waltl hat auch einen Bezug zu Pferden. Sie fing mit 13 Jahren zu reiten an.
Caroline Waltl hat auch einen Bezug zu Pferden. Sie fing mit 13 Jahren zu reiten an.

Mit 20 verwirklichte die junge Frau noch einen Traum. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Hundetrainerin – und das nicht ohne Hintergedanken. “Mir war immer klar, dass ich einmal mit Hunden arbeiten will.” Seit einem Jahr tut die studierte Anglistin und Amerikanistin das auch. Caroline machte sich als mobile Hundetrainerin selbstständig. Sie startete mit Vollgas durch. “Arbeit ist da. Es gibt genug Hunde und auch genug Probleme mit ihnen.” Ihre Kunden fühlen sich bei ihr bestens aufgehoben. Vielleicht liegt das daran, dass sie merken, dass Caroline mit Herzblut bei der Sache ist und emphatisch auf Mensch und Tier eingeht.

Caroline Waltl

geboren 24. August 1988 in Hohenems

Wohnort Axams

Familie verheiratet

Hobbys Wandern, Reiten, Yoga, kreativ sein (Hundeshalsbänder und -leinen anfertigen)

Infos www.hundetraining-waltl.at