Marktgemeinde Frastanz steigt auf Vorarlberger Ökostrom um

Vorarlberg / 07.06.2021 • 16:31 Uhr
Neben den Frastanzer Kindergärten und Schulen sollen auch Rathaus, Bauhof und die Straßenbeleuchtung mit erneuerbarer Energie aus Vorarlberg versorgt werden.<span class="copyright">Marktgemeinde</span>
Neben den Frastanzer Kindergärten und Schulen sollen auch Rathaus, Bauhof und die Straßenbeleuchtung mit erneuerbarer Energie aus Vorarlberg versorgt werden.Marktgemeinde

Einstimmiger Beschluss der Gemeindevertretung.

Frastanz Der gesamte Stromverbrauch der Marktgemeinde Frastanz für Schulen, Kindergärten, Rathaus, Bauhof, Straßenbeleuchtung usw. wird ab sofort aus 100 Prozent erneuerbarer und in Vorarlberg erzeugter Energie gedeckt. Der entsprechende Antrag von Bürgermeister Walter Gohm wurde von der Gemeindevertretung einstimmig angenommen. Mehr als 6000 Vorarlberger Erzeuger produzieren Ökostrom in ihren Kleinwasserkraftwerken, Bioenergieanlagen und Photovoltaikanlagen. Die illwerke vkw bieten diesen zu 100 Prozent im Ländle erzeugten Ökostrom über ihr Leitungsnetz den Vorarlberger Gemeinden seit März dieses Jahres zu einem Sonderpreis an. Die Mehrkosten gegenüber dem bisher bezogenen Strom halten sich in Grenzen, wie Gohm bei seinem Antrag vorrechnete: Sie betragen rund 50 Euro pro Jahr. Neben dem Nutzen für die Umwelt bringt die Umstellung auch praktische Vorteile, indem etwa die bisher sehr unterschiedlichen Tarife für die einzelnen Verbrauchsstellen vereinheitlicht werden.

Beitrag zur Energieautonomie

Ein wichtiges Argument für den Ökostrom ist der damit verbundene wesentliche Beitrag zum Ziel des Landes, bis zum Jahr 2050 energieautonom zu sein. Es soll dann in Vorarlberg in gleichem Ausmaß Energie aus erneuerbaren Energieträgern bereitgestellt werden können wie verbraucht wird. „Dieses ehrgeizige Anliegen wollen wir als e5-Gemeinde auch weiterhin mit allen Kräften unterstützen“, betont der Gemeindechef.