Virus hinterließ Spuren im Altacher Haushalt

Vorarlberg / 01.06.2021 • 16:33 Uhr
Die Gemeinde Altach schließt das Rechnungsjahr 2020 ab und blickt investitionsfreudig in die Zukunft.<span class="copyright">Mäser</span>
Die Gemeinde Altach schließt das Rechnungsjahr 2020 ab und blickt investitionsfreudig in die Zukunft.Mäser

Corona macht sich bei den Finanzen bemerkbar und sorgt für wesentlich geringere Einnahmen als veranschlagt.

altach Mit Einnahmen von 15,47 Millionen Euro und Ausgaben von rund 15,01 Millionen Euro schließt die Gemeinde Altach den Ergebnishaushalt für das vergangene Jahr mit einem positiven Nettoergebnis von knapp 460.000 Euro ab. Der Voranschlag 2020 von 29,28 Millionen Euro wurde allerdings deutlich unterschritten.

Die großen Abweichungen zum Voranschlag sind vor allem den pandemiebedingt geringeren Einzahlungen zu schulden. So schrumpften die Ertragsanteile im Vergleich zum geplanten Budget um 675.000 Euro und betrugen im Jahr 2020 noch ca. 6,81 Millionen Euro, und auch bei der Kommunalsteuer wurden um rund 87.000 Euro geringere Einzahlungen verzeichnet. Zudem wurden verschiedene Vorhaben wie beispielsweise das betreute Wohnen oder das Kinderhaus Kreuzfeld auf das laufende Jahr verschoben und geplante Grundstückskäufe nicht getätigt.

„Das vergangene Jahr war geprägt von der Pandemie, welche sich auch negativ auf unsere Einnahmen ausgewirkt hat. Umso erfreulicher ist es, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem Nettoüberschuss, sprich frei verfügbaren Mitteln, von rund 1,4 Millionen Euro bilanzieren können“, erklärt Bürgermeister Markus Giesinger.

„Trotz schwieriger Rahmenbedingungen bilanzieren wir mit einem Nettoüberschuss.“

Markus Giesinger
Bürgermeister Altach

Darlehensaufnahme erforderlich

Nichtsdestotrotz investierte die Gemeinde Altach im vergangenen Jahr auch in verschiedene Projekte. Und so flossen rund 3,3 Millionen Euro in Grundstücksankäufe, 382.000 Euro in die Arbeiten und die Sanierung von Gemeindestraßen und 295.000 Euro in die Vorarbeiten für das Kinderhaus Kreuzfeld. Dazu wurden 198.000 für den neuen Physiksaal in der Mittelschule und 144.000 Euro in neue Fenster für die Volksschule sowie 113.000 Euro in die Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung investiert.

Vor allem zur Finanzierung der Grundstücksankäufe war auch eine neue Darlehensaufnahme notwendig. Dadurch erhöhte sich der Schuldenstand der Gemeinde Altach im vergangenen Jahr um rund 3,5 Millionen Euro auf 13,8 Millionen Euro.

Rekordbudget trotz Corona

Für das laufende Jahr hat sich die Kalkulation des Gemeindehaushaltes aufgrund der Pandemie zwar zu einem finanziellen Spagat entwickelt, trotzdem klettert das Budget auf einen Rekordwert von 34,7 Millionen Euro. „Mit dem Bau des Kinderhauses im Kreuzfeld, der Vorbereitung für das betreute Wohnen, dem Nachwuchscampus im Schnabelholz, Investitionen in Volks- und Mittelschule und dem Erwerb von Grundstücken werden auch 2021 und 2022 wichtige Projekte für die Menschen in Altach umgesetzt und somit Investitionen für eine positive Entwicklung unserer Gemeinde getätigt“, wirft Bürgermeister Giesinger einen Blick in die Zukunft. Um allerdings das laufende Budget abdecken zu können, wird auch in diesem Jahr eine Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 13,9 Millionen Euro erforderlich sein. MIMA