Kinderbetreuung zwischen Finanzierung und Sprengelgrenzen

Der Wunsch nach flexibler Kinderbetreuung wächst, private Anbieter haben jedoch eigene Hürden.
Hard Seit 2007 gibt es das Kinderhaus Alpla Kids in der Bodenseegemeinde, der Bedarf nach Kinderbetreuung ist seitdem alles andere als rückläufig. “Es haben zwar die meisten Kinder die Möglichkeit, in eine Betreuungseinrichtung zu gehen”, erklärt die Leiterin des Kinderhauses, Manuela Lehner-Künz, am Dienstag in “Vorarlberg live”. Aufholbedarf gibt es aber noch bei den Öffnungszeiten wie auch beim Angebot für Kleinkinder. Das Kinderhaus selbst steht Kindern ab eineinhalb Jahren offen, es gibt verschiedene Betreuungsmodule. Vom Angebot profitieren nicht nur die eigenen Mitarbeiter. Jedes zehnte betreute Kind habe keinen Bezug zu Alpla, erklärt Personalchef Uwe Breuder.
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Auch wenn die Suche nach geeignetem Personal immer einen Hürdenlauf darstellt, kann Lehner-Künz jedes Unternehmen nur zu einer eigenen Kinderbetreuung ermutigen. Dafür brauche es aber auch einen langen Atem, vor allem bei der Finanzierung. Zwar fördern Land und Gemeinden die Personalkosten, jedoch spiele es hier auch eine Rolle, wie offen die Gemeinde für das Projekt ist. Andere Förderungen werden sogar zurückgebaut. Insgesamt sei es der Wunsch der privaten Anbieter nach Gleichbehandlung mit den öffentlichen Angeboten, um den Eltern eine echte Wahlfreiheit zu geben. Auch ein Ende der Sprengelgrenzen steht neben den Öffnungszeiten auf der Wunschliste, ergänzt Breuder. Ein Mitarbeiter aus anderen Gemeinden kann sein Kind nicht einfach in Hard ins Kinderhaus bringen, obwohl es direkt am Arbeitsplatz ist. Stattdessen muss er sich in seiner Heimatgemeinde um einen Platz bemühen.