Rückgänge ins Stocken geraten

Vorarlberg / 31.05.2021 • 05:00 Uhr
Rückgänge ins Stocken geraten
VN/PAULITSCH

Österreichweit ist die Inzidenz auf 38 gesunken. Es gibt aber gegenläufige Entwicklungen.

SCHWARZACH Tirol sah sich am Wochenende gezwungen, die Notbremse zu ziehen und für das Pitztal eine Ausreisetestpflicht zu verhängen. So will man das Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle bringen. Im Bezirk Imst, zu dem das Tal gehört, beträgt die Inzidenz bestätigter Fälle pro 100.000 Einwohner und Woche 222.

Ein solches Niveau hatte man in Österreich schon hinter sich gewähnt. Zuletzt sind die Zahlen überall gesunken. Vom Boden- bis zum Neusiedlersee beträgt die Inzidenz nur noch 38. Seit Mitte vergangener Woche sinkt sie allerdings kaum noch. Vom Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums ist das erwartet worden. Infolge der Öffnungsschritte vom 19. Mai hat es für einzelne Länder sogar leichte Zuwächse vorhergesagt. So ist es gekommen: In Niederösterreich gibt es eine leicht steigende Tendenz auf gegenwärtig 37. Wien stagniert auf diesem Niveau und das Burgenland verharrt auf einem deutlich niedrigeren Wert von etwas mehr als 20.

Rückgänge ins Stocken geraten

Auch in Vorarlberg zieht sich das Infektionsgeschehen nicht mehr so stark zurück wie bis in die zweite Mai-Hälfte hinein. Im Gegenteil: Von 74 am vergangenen Dienstag ist die Inzidenz bis Samstag auf 87 gestiegen; gestern betrug sie 82.
Bemerkenswert sind die Entwicklungen in Tirol: Dem „Hotspot“ Imst steht der Bezirk Schwaz gegenüber, in dem kaum noch Infektionen festgestellt werden. In den vergangenen sieben Tagen handelte es sich um sechs pro 100.000 Einwohner.

Unverändert ist die Entspannung in den Spitälern. Sie bildet nicht nur das Infektionsgeschehen mit einiger Verzögerung ab, sondern steht zunehmend auch im Zeichen des Impffortschritts; er führt zu weniger schweren Erkrankungen. Österreichweit müssen nur noch 151 Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Mitte April waren es mit 602 ziemlich genau viermal mehr.

In Deutschland sinken die Fallzahlen etwas stärker als in Österreich. Gestern stand das Land bei einer Inzidenz von 35. Bayern lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 36. Im Bodenseeraum bleibt der Landkreis Lindau stabil bei einem Wert von 29. Der Bodenseekreis mit Friedrichshafen ist gestern auf 24 und damit darunter gerutscht. Bei rund 50 befinden sich das Oberallgäu und Ravensburg. Beruhigt hat sich die Lage auch in Kempten und Memmingen, wo kürzlich noch sehr viele Infektionen festgestellt wurden.