Zu viel Lärm um Gastra lässt Rankweil zu Maßnahmen greifen

Vorarlberg / 30.05.2021 • 17:11 Uhr
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Beschwerden über Lärm führen zu strengeren Kontrollen.VN/Knobel

Gemeindevertretung beschließt gemeindepolizeiliche Verordnung.

Rankweil Bei der Sport- und Freizeitanlage Gastra kommt es von Anrainern immer wieder zu Beschwerden wegen Lärmbelästigung. Die Marktgemeinde hat schon im Vorjahr mit verschiedenen Maßnahmen versucht, das Problem in den Griff zu bekommen. Unter anderem gab es verstärkte Kontrollen durch die Gemeindepolizei und auch durch Mitarbeiter der Offenen Jugendarbeit (OJA). Dennoch sind seit April bei der Marktgemeinde wieder regelmäßig Beschwerden über hohes Lärmaufkommen eingegangen.

Lärm lässt sich nicht vermeiden

Die letzten Tage und Wochen gab es dazu Gespräche zwischen Sportgemeinderat Helmut Jenny, der Gemeindepolizei, der OJA und den Anrainern. Der Vorschlag der Gemeinde war es, eine gemeindepolizeiliche Verordnung zu installieren und eine entsprechende Tafel vor Ort anzubringen. Verpflichtend gilt, dass der Skaterplatz von 12 bis 14 Uhr und von 22 bis 6 Uhr früh nicht befahren werden darf. „Sollten in wiederholtem Maße Übertretungen erfolgen, kann die Gemeindepolizei Strafen aussprechen. Uns ist aber sehr wichtig, dass die Jugendlichen einen Platz haben, um den Sport auszuüben. Wir wollen sie auf gar keinen Fall vertreiben, aber die Jugendlichen müssen sich auch an die Spielregeln halten. Strafen gibt es nur im Ernstfall“, sagt Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall. Positiv anzumerken ist, dass die Skateranlage hervorragend genützt wird und die Jugendlichen an Ort und Stelle keinen Alkohol konsumieren.

Lärm auf der Sportanlage wird sich aber auch in Zukunft nicht vermeiden lassen, nicht nur, weil Jugendliche ihren Bewegungsdrang ausleben müssen, sondern auch, weil in der Nähe eine Wohnanlage entstehen wird. Eine fünf Meter hohe Schallschutzwand am Skaterplatz kann keine Lösung sein. Im Sommer wird vermehrt der Betreuer von Spielplätzen am Sportplatz Gastra anwesend sein und auch die Mitarbeiter der OJA kümmern sich um die Sicherheit.

Grünes Forum stimmt dagegen

Die gemeindepolizeiliche Verordnung wurde mehrheitlich beschlossen. Die Zustimmung vom Grünen Forum blieb aus. „Wir sehen uns der Jugend verpflichtet, gegen diesen Antrag zu stimmen. Der Bewegungsdrang durch die Pandemie ist riesengroß“, begründet Gemeinderat Alejandro Schwaszta die Entscheidung. VN-TK