Sprudelnd kreative (Nuss-)Ölquelle

Vorarlberg / 26.05.2021 • 15:20 Uhr
Vorarlbergs schwärzeste Stimme George Nussbaumer und seine Band gaben live vor Publikum das neunte Studioalbum zum Besten. <span class="copyright">Egle</span>
Vorarlbergs schwärzeste Stimme George Nussbaumer und seine Band gaben live vor Publikum das neunte Studioalbum zum Besten. Egle

George Nussbaumer und Band präsentieren neue CD im Altacher KOM.

altach Vorarlbergs schwärzeste Stimme George Nussbaumer hat mit seiner Band die erzwungene Bühnenpause genützt, mit dem Werk „Did Anybody Say It Would Be Easy“ in Form gepresst und in Altach erstmals live vor Publikum präsentiert. Motiviert und inspiriert durch – laut Eigenaussage – das eine oder andere Erfrischungsgetränk steht Nussbaumer, wofür man ihn kennt.

Klassischer Blues, gewürzt mit Einflüssen aus Jazz, Funk, Soul, ergänzt mit dem einen oder anderen balladenartigen Stück. Das insgesamt neunte Studioalbum, getextet von Ina Wolf (in Altach mit zwei gesanglichen Gastauftritten), besticht inhaltlich nicht etwa mit pandemiebedingter Dunkelheit oder Pessimismus, sondern handelt von glücklicher und unglücklicher Liebe, von heimatlichen Alltagsgegebenheiten, mit der einen oder anderen politischen Grundhaltung und einem musikalischen Liebesgeständnis an den amerikanischen Soulsänger Donny Hathaway.

In Rahmen von kulturAltach 2021 versetzte George Nussbaumer das Publikum im KOM in einen heißen, engen, verrauchten Club der amerikanischen Südstaaten.
In Rahmen von kulturAltach 2021 versetzte George Nussbaumer das Publikum im KOM in einen heißen, engen, verrauchten Club der amerikanischen Südstaaten.

Musik ehrlich und handgemacht

Beim Auftritt im Rahmen der Veranstaltungsreihe kulturAltach 2021 des Theaterkreises Altach wurde Nussbaumer auf der Bühne unterstützt von Walter Schuler (Gitarre), Markus Kreil (Bass), Lucas Bitschnau (Schlagzeug) und Dietmar Sigmund (Piano). Für sich überzeugt aber an vorderster Front Nussbaumer mit seinem Spiel, Gesang und Humor. Wer bei der Musik kurz die Augen schließt, der fühlt sich plötzlich nicht mehr im Theater im KOM, sondern in einem heißen, engen, verrauchten Club in den amerikanischen Südstaaten. Unter dem Titel „NussÖle Gig“ ist der Bregenzerwälder Blues-Virtuose ins Ölgeschäft gegangen und hat eine reichhaltige Quelle entdeckt. Dabei präsentiert er auch seine ungewohnten Italienisch-Kenntnisse, die er aufgrund vorangegangener Grappa-Manipulation entdeckt hat.

Insgesamt ist bei Nussbaumer drin, was draufsteht. Ehrliche Musik, handgemacht, real, erdig und nachhaltig. Mitunter brachial, aber dann wieder zärtlich wie ein Teenager beim ersten Rendezvous, aber wer hat schon gesagt, dass es einfach wird. CEG