Pandemie ist noch nicht zu Ende

Vorarlberg / 24.05.2021 • 16:30 Uhr
Pandemie ist noch nicht zu Ende
VN/STEURER

Im Unterschied zu Vorarlberg verzeichnen einige Nachbarregionen keine Rückgänge.

SCHWARZACH In der Bodenseeregion hat Vorarlberg nicht mehr die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Anfang Mai belief sich dieser Wert, die sogenannte Inzidenz, hierzulande auf 250. Gestern handelte es sich nur noch um 76. Die Entspannung hatte sich damit auch über Pfingsten fortgesetzt, wenn auch nicht mehr ganz so rasant wie zuvor.

In mehreren Nachbarregionen gibt es mittlerweile mehr Neuinfektionen. Im eidgenössischen Kanton St. Gallen stieg die Inzidenz bereits im Laufe der vergangenen Woche von rund 100 auf knapp 120. Für die Feiertage gibt es hier erst heute eine Aktualisierung. Im deutschen Oberallgäu bewegt sich die Inzidenz bei rund 80, in Ravensburg beträgt sie 82. In Kempten ist sie dreistellig, in Memmingen liegt sie gar bei 238.

Pandemie ist noch nicht zu Ende

Es geht aber auch anders: Lindau ist auf der „Corona-Karte“ des bayerischen Landesamtes für Gesundheit grün markiert: Die Inzidenz ist hier bereits unter die entscheidende Schwelle von 35 gesunken. Gestern betrug sie 28. Ähnlich niedrig ist sie in Liechtenstein, wo man bei rund 40.000 Einwohnern bisher 3000 bestätigte Infektionen festgestellt hat, sich die Gesamtzahl zuletzt aber nur noch um ein bis zwei pro Tag erhöhte.

In Österreich ist Vorarlberg knapp das Bundesland mit der höchsten Inzidenz. Bundesweit handelt es sich um 49. Am einen Ende liegt neben Vorarlberg (76) Tirol (72), das schon länger geringere Veränderungen aufweist, am anderen Ende das Burgenland (28).

Was weiter anhält, ist ein Rückgang schwerer Erkrankungsfälle: Intensivmedizinisch behandelt werden mussten gestern vom Boden- bis zum Neusiedlersee 231 Patientinnen und Patienten. Nach Ostern, am Höhepunkt der dritten Welle, waren es bis zu 611. Die Zahl der Todesfälle, die das Gesundheitsministerium täglich aktualisiert, steigt wiederum immer öfter um weniger als zehn. Das war zuletzt im Oktober der Fall. Zwischendurch handelte es sich um 100 und mehr.