VN-Sonntagsfrage: Die Sieger und Verlierer im Land

FPÖ mit kleinen Zugewinnen, leichte grüne Verluste.
Schwarzach Die Sonntagsfrage ist ein beliebtes Mittel, um die politische Stimmung im Land einzufangen. Eineinhalb Jahre nach der Landtagswahl und 14 Monate nach dem ersten Corona-Lockdown ist es wieder an der Zeit, die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zu fragen: “Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?” Das Ergebnis: Vorarlbergs Wähler sind mit ihrer Stimmabgabe von 2019 zufrieden. Die Parteien pendeln sich auf dem damaligen Wahlergebnis ein.

Am 13. Oktober 2019 wurde gewählt. Die ÖVP erreichte 43,5 Prozent der Stimmen, die Grünen 18,9 Prozent, die FPÖ nach Ibiza 13,9 Prozent, die SPÖ 9,5 Prozent und die Neos 8,5 Prozent. Schwarz und Grün setzten die Regierungszusammenarbeit fort. Am kommenden Sonntag sähe es ähnlich aus. Die Grünen würden 1,9 Prozentpunkte verlieren, die FPÖ 2,1 Prozentpunkten gewinnen. ÖVP, SPÖ und Neos hätten jeweils 0,5 Prozentpunkte mehr. Alle Werte liegen in der statistischen Schwankungsbreite.
FPÖ legt leicht zu
Dennoch steht für Meinungsforscher Edwin Berndt fest: Die FPÖ habe es noch nicht geschafft, sich zu erholen. “Der Zuwachs ist nach dem Ibiza-Schock nur relativ gering.” Von der Coronapandemie hätten die Oppositionsparteien offenbar nicht profitiert. Kathrin Stainer-Hämmerle widerspricht. “Das Ergebnis liegt zwar innerhalb der Schwankungsbreite. Aber die FPÖ ist die einzige Partei, die ein bisschen zulegen konnte. Das liegt sicher auch an der Unzufriedenheit mit den Coronamaßnahmen.” Für die Wahl 2024 lässt sich aber nichts prognostizieren. Erstens liegt zu viel Zeit dazwischen, zweitens stehen die Spitzenkandidaten noch nicht fest.
Auch die Grünen suchen. Deren Parteichefs kämpfen derzeit mit schlechten Beliebtheitswerten (siehe oben): “Das hat sicher mit der Infrastruktur zu tun. Die Grünwähler hatten die Hoffnung, dass Tunnelspinne und S18 verhindert werden. Aber wenn Straßen gebaut werden, ziehen sich eher die Grünen den Unmut zu als die ÖVP.” Das sei im Bund ähnlich. Zwar seien Kurz und Blümel mit Ermittlungen konfrontiert, Kritik gebe es jedoch vor allem an den Grünen.