Ritsch will Bregenz auch ohne ÖVP-Zustimmung verändern

Bürgermeister Michael Ritsch verteidigt seinen Kurs in Vorarlberg live, sowohl beim Personal wie auch das Regieren ohne Koalition
Bregenz “Es ist ja klar, dass ich als Bürgermeister, der ich nach 30 Jahren ÖVP neu in diese Funktion komme, das Bedürfnis habe, ein Team um mich habe, das die Zukunft der Stadt neu gestalten möchte”, verteidigt der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch seine Personalentscheidungen. Verständlich sei, dass die ÖVP damit weniger glücklich ist. Weniger Verständnis hat Ritsch für die Art der Kritik. Andrea Krupski von Mansberg als oberste Stadtentwicklerin habe man aus Hamburg abgeworben, die neue Leiterin des Kulturservice, Judith Reichart, sei langjährige ÖVP-Stadträtin. Er selbst habe in 25 Jahren keine Personalentscheidung Linharts in Frage gestellt, da dieser sich sein Team zusammenstellen dürfen soll. “Ich würde mir wünschen, wenn man mir das auch zugesteht.”
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Mit Blick auf die Musikschule verteidigt er die Personalentscheidung explizit. Aus 18 Bewerbern wurden fünf Personen zum Hearing geladen. Dem bestgeeigneten Kandidaten fehlte die notwendige musische Ausbildung, die beiden internen Bewerber waren ausgeschieden. Eine Reihung habe es nicht gegeben. Es blieben damit zwei Bewerber übrig, Reinhold Einwallners Partnerin Bettina Wechselberger und ein weiterer deutscher Bewerber. “Ich habe stets gesagt, bei selber Qualifikation werde ich immer die Entscheidung für die Frau treffen”, eine Reihung von vier auf eins sei hier keineswegs der Fall gewesen. Ihren Partner dürfe man ihr auch nicht als Nachteil auslegen.
Livestreams von Stadtratssitzungen wie auch das Spiel der freien Kräfte werde es auch künftig geben, ein Videoarchiv sei derzeit aber rechtlich schwierig. Ritsch gefalle es auch weiterhin, dass sich der Bürgermeister nicht mit jedem Vorschlag durchsetzen und auch die Opposition Mehrheiten erhalten kann.