Vorfreude bei Gästen und Touristikern

Vorarlberg / 18.05.2021 • 16:45 Uhr
Vorfreude bei Gästen und Touristikern
Im Montafon öffnen auch die Sport- und Freizeiteinrichtungen. SAELY PHOTOGRAPHY

Die Regionen des Landes rüsten sich für die Sommersaison.

Schwarzach Die Vorfreude der Touristiker auf die Sommersaison ist beinahe greifbar. Überall im Land prägen Zuversicht und Optimismus die Stimmung. Am Arlberg wurde der Start sogar vom 18. auf den 2. Juni vorverlegt. Einhelliger Tenor: „Die Gästeanfragen haben angezogen.“ Anfangs erwies sich noch das in der Hotellerie verordnete Testregime als Hürde auf dem Weg zu einem entspannten Urlaub. Das Angebot der Selbsttests scheint diesem Problem aber die Schärfe genommen zu haben. „Das Bemühen um einen sicheren Aufenthalt wird honoriert“, bestätigt der Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus, Christian Schützinger. Als Wermutstropfen bleibt die 22-Uhr-Sperrstunde in der Hotellerie. Schützinger zeigt jedoch Verständnis: „Nach Pfingsten können wir ein Resümee ziehen, wie die Maßnahmen funktionieren.“ Im positiven Fall wäre für ihn die Verlängerung der Sperrstunde ab 1. Juli ein nächster logischer Schritt.

Hoher Informationsaufwand

Jetzt liegt der Fokus aber zuerst einmal auf dem Neustart, und der lässt sich erfreulich an. „Seit Bekanntgabe der umfangreichen Öffnungsschritte ist eine vermehrte Nachfrage da, insbesondere seit Deutschland die neue Verordnung hinsichtlich der Reiserichtlinien veröffentlicht hat“, berichtet Herlinde Moosbrugger, Geschäftsführerin von Bregenzerwald Tourismus. Ein Großteil der gewerblichen Beherbergungsbetriebe wird ihren Aussagen zufolge noch im Mai bzw. Anfang Juni die Tore öffnen, nur in Warth-Schröcken beginnt die Saison später. „Das ist aber nicht außergewöhnlich.“ Die Privatzimmervermieter stehen ebenfalls bereit „und freuen sich sehr, wieder Gäste empfangen zu dürfen“. Das Fazit von Moosbrugger: „Aufgrund der Entwicklung in Österreich und unseren Hauptherkunftsmärkten Deutschland und Schweiz blicken wir zuversichtlich in die Zukunft und erwarten eine gute Sommersaison.“

Im Kleinwalsertal warten Besonderheiten wie der Gottesacker auf Besucher. <span class="copyright">Lukas Rinnhofer</span>
Im Kleinwalsertal warten Besonderheiten wie der Gottesacker auf Besucher. Lukas Rinnhofer

Elmar Müller vom Kleinwalsertal Tourismus hört derzeit eine Frage immer wieder: „Dürfen wir wirklich kommen?“ So recht scheinen es viele Stammgäste noch nicht glauben zu können, dass der Weg ins Kleinwalsertal mit kleinen Auflagen wieder frei ist. Skepsis gab es wegen der Tests, „seit aber klar ist, wie die Tests vor Ort organisiert sind, buchen die Gäste“, erzählt Müller zufrieden. Gleichzeitig berichtet er von einem enormen Informationsaufwand. Es gebe bei Gästen immer noch viele Fragen. Dennoch ist die Region zu Pfingsten gut gebucht. Der Großteil der Beherbergungsbetriebe sperrt auf, die anderen ziehen nach. „Alle wollen endlich wieder das tun, was sie am besten können, nämlich Gastfreundschaft leben“, fasst Elmar Müller zusammen.

Kurzfristige Buchungen erwartet

Optimismus herrscht auch am Arlberg. „Die Anfragen, vor allem für die Monate Juli und August, liegen deutlich über den Zahlen von 2019“, erklärt Tourismusdirektor Hermann Fercher. Während der Pfingstfeiertage würden am Arlberg aber nur wenige Betriebe öffnen. „Ab 2. Juni stehen den Touristen dann rund 1000 Betten zur Verfügung“, kündigt Fercher an. Er geht davon aus, dass im Juli und August Hotels mit insgesamt rund 3600 Betten geöffnet sein werden. Für Hermann Fercher steht so gut wie fest: „Der Ansturm wird sehr kurzfristig erfolgen, ich schätze Mitte Juni, wobei wir uns heuer bestimmt auch über mehr Gäste aus Großbritannien oder den skandinavischen Ländern freuen dürfen.“ Laut einer Umfrage, die von Montafon Tourismus durchgeführt wurde, öffnet ein Drittel der Betriebe ab 19. Mai, der Rest folgt in den nächsten Wochen. „Wir merken, dass es unsere Gäste kaum erwarten können, das Montafon wieder zu besuchen. Die unterschiedlichen Verordnungen in Bezug auf die Rückreise verunsichert jedoch einen großen Teil, die Kommunikation in diesem Bereich ist ein großer Baustein für uns, um Sicherheit und Klarheit zu vermitteln“, erklärt Geschäftsführer Manuel Bitschnau. Die Buchungslage für Pfingsten und die kommenden Wochen sei jedoch gut, ab Ende Monat werde es noch besser.