Wie sich die Inzidenzen im Bodenseeraum entwickeln

Vorarlberg / 11.05.2021 • 05:00 Uhr
Wie sich die Inzidenzen im Bodenseeraum entwickeln
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in fünf Bundesländern auf einen zweistelligen Bereich gerutscht. APA

Und so sieht es in Österreich aus: In fünf Bundesländern ist die Inzidenz bereits zweistellig. Burgenland mit 52 am besten.

schwarzach Seit Ostern sinkt die Zahl bestätigter Neuinfektionen in ganz Österreich. Waren es damals 254 pro 100.000 Einwohner und Woche, so handelte es sich gestern um 100,1, wie die Gesundheitsagentur AGES berichtete. Die Inzidenz war damit so niedrig wie seit sieben Monaten nicht mehr. Im Februar, zwischen der zweiten und der dritten Welle, kam sie nie unter 100,4.

Sinkende Tendenz

Vorarlberg liegt bei weiter sinkender Tendenz bei 164. Fünf Bundesländer sind bereits in einen zweistelligen Bereich gerutscht: Tirol (95) und Salzburg (92) sowie Wien (91), Niederösterreich (69) und das Burgenland (52). Die drei östlichen Länder sahen sich Anfang April zu einem harten Lockdown gezwungen. Er hat ganz offensichtlich gewirkt. Langsamer als die Inzidenz sinkt jedoch die Zahl der Intensivpatienten. So gibt es im Burgenland (mit 16) noch immer zweimal mehr als in Vorarlberg (acht).

Was mehr und mehr zu beachten ist neben den Inzidenzwerten sind die Impfungen: Gemessen an der Bevölkerung ab 16 haben nirgends so viele zumindest eine erste Dosis bekommen wie in Vorarlberg (über 41 Prozent). Bundesweit handelt es sich um 35 Prozent. In Wien ist der Anteil mit 32 Prozent am geringsten. 

Nicht nur in Österreich, sondern auch im Bodenseeraum weist Vorarlberg noch immer die meisten Neuinfektionen auf. Das könnte sich jedoch ändern: In den vergangenen Tagen gab es in den Landkreisen in der deutschen Nachbarschaft gleichbleibende oder steigende Werte. In Ravensburg beträgt die Inzidenz 150, im Oberallgäu 146. Steigend ist sie auch in Lindau, mit 87 aber weiter unter 100. Das war gestern Voraussetzung für die Wiedereröffnung von Biergärten nach monatelanger „Coronasperre“ für die gesamte Gastronomie.

Volksabstimmung im Juni

In Liechtenstein beträgt die Inzidenz 72, im eidgenössischen St. Gallen rund 120. Hier ist die Badesaison gestartet worden und der Kanton drängt den Bund auch schon zu weiteren Lockerungen. Die Regierung in Bern hat die Schweiz zuletzt auf Basis eines „Covid-19-Gesetzes“ durch die Coronakrise gesteuert. Dieses Gesetz sei sehr rasch erarbeitet und am Volk vorbei in Kraft gesetzt worden. Inhaltlich enthalte es „neben positiven Elementen auch Schädliches wie Subventionen für Medien“, kritisiert eine Bürgerinitiative und setzte eine Volkabstimmung über das gesamte Gesetz durch; sie findet am 13. Juni statt.