Bregenzerwald & Rheindelta: Entscheidung zu Ausreisetestpflicht vertagt

Land will noch die Zahlen vom Wochenende aus den Regionen abwarten.
Gaißau Seit zwei Wochen gilt für den Bregenzerwald eine Ausreisetestpflicht, seit einer Woche sind die Rheindeltagemeinden Höchst, Fußach und Gaißau von dieser Maßnahme betroffen. Zu viele Coronainfektionen ließen bei den Verantwortlichen im Land die Alarmglocken schrillen. Nun läuft die Zeit ab, doch eine Entscheidung, ob es zu einer Verlängerung oder Aufhebung der Ausreisetestpflicht kommt, wird nicht vor Dienstagfrüh fallen. Das kündigte Sicherheitslandesrat Christian Ganter auf VN-Nachfrage an. „Wir warten in beiden Regionen noch die heutigen Mitternachtszahlen ab“, begründet Gantner. Erst dann will sich das Land festlegen. Die Aussichten auf eine Aufhebung der Beschränkung scheinen zumindest nicht schlecht. „Die Tendenz ist in beiden Regionen, Bregenzerwald und Rheindelta gut“, würzt der Sicherheitslandesrat seine Stellungnahme mit einer kleinen Prise Optimismus.
Vorsichtig optimistisch
Vorsichtig optimistisch zeigt sich auch der Bürgermeister von Gaißau, Reinhold Eberle. Verschreien will er aber nichts. Die Erfahrung hat ihn gelehrt, dass es oft anders kommt als erhofft. „Es ist, wie es ist“, sagt Eberle und berichtet von einer gefassten Stimmung im Ort. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz über 400 gestiegen sei, sei der Mehrheit klar gewesen, dass es Maßnahmen zur Eindämmung brauche. Der Bürgermeister lobt das vorbildliche Hochfahren der Testkapazitäten, sodass es diesbezüglich nur sehr wenige Engpässe gab, von einer gewissen Hektik am ersten Tag abgesehen. Selbst das Staugeschehen auf den Straßen hat sich laut Reinhold Eberle nach und nach gelegt. Derzeit gibt es in Gaißau 26 nachgewiesene Infektionen, in Höchst sind es 50 und in Fußach 11.