VN-Wanderserie: Rundtour auf den Hohen Fraßen bei Bludenz

Auf dem Gipfel hat man eine Rundumsicht auf die Täler und Gebirge.
BLUDENZ Der Frühling ist, was das Wandern betrifft, eine eher schwierige Jahreszeit. Vor allem in einem Jahr wie heuer hält sich der Schnee noch wacker auf den Gipfeln. Die Auswahl an Bergen, die man in dieser Jahreszeit machen kann, beschränkt sich daher auf ein paar vereinzelte Gipfel. Der Hohe Fraßen ist ein solcher Berg, der schon im Frühling begehbar ist. Doch aufgrund des Schnees in der oberen Hälfte des Hausberges von Bludenz/Nüziders ist Trittsicherheit Voraussetzung. Wenn der Schnee geschmolzen ist, kann man den Berg, der zum Lechquellengebirge gehört, problemlos hinaufwandern.


Wer sich ein gutes Stück Auf- und Abstieg sparen will, kann die Muttersbergseilbahn nehmen, die bis 30. Mai Mittwoch bis Sonntag sowie Pfingstmontag jeweils von 9 bis 17 Uhr und voraussichtlich ab 1. Juni bis 7. November täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet hat. Wir aber starten vom Parkplatz der Muttersbergbahn-Talstation und wandern zu Fuß zum schönen, verschnörkelten Gipfelkreuz. Hinter der Seilbahnstation gehen wir links über den Galgentobel. Nach einem Stück Straße geht rechts ein Wanderpfad ab, der uns zu einer kleinen Kapelle führt, von wo wir den Wanderweg weiter nach oben folgen. Bald schon unterquert man die Seilbahn und es eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf die Alpenstadt Bludenz und Bürs. Auf diesem Abschnitt muss man besonders darauf achten, dass man nicht aus Versehen den Singletrail der Mountainbiker einschlägt. Entsprechende Schilder weisen aber auf das Betretungsverbot hin.


Nach kurzer Zeit erreichen wir die Kapelle zum oberen Bild, bei der man die erste Rast einlegen kann. Weiter geht es die Forststraße in Serpentinen steil bergauf, bis man zu einem kleinen See gelangt, der zu einer weiteren Verschnaufpause einlädt. Hier folgt man den Wegweisern in Richtung Tiefenseesattel und nicht in Richtung Hoher Fraßen. Bis zum Tiefenseesattel geht es auf einem breiten Weg mit vielen Sitzbänken nur gemächlich bergauf. Ab hier bis zur Fraßenhütte lag bei unserer Wanderung noch Schnee. Am Tiefenseesattel angelangt, eröffnet sich zum ersten Mal der Blick ins Große Walsertal. Ein schöner Wanderpfad, eingesäumt von der noch etwas zögerlichen Alpenrose, biegt vom Tiefenseesattel links ab. Mit den Höhenmetern nehmen auch die Latschenkiefern zu. Bis zum Gipfelkreuz genießen wir immer wieder schöne Aussichten auf Bludenz, den Rätikon und Walgau, das Montafon, Laternsertal sowie auf das Lechquellen- und Verwallgebirge. Die letzten paar Meter muss man an der Bergkante entlang zurücklegen, doch dann hat man es endlich geschafft und steht am Gipfelkreuz auf fast 2000 Metern Höhe. Um die Jahreszeit kann man noch das Glück haben, so wie wir, alleine am Gipfelkreuz zu sein.

Nach einer Jause geht es auf der anderen Bergseite in Richtung Fraßenhütte, die ab Mitte Mai geöffnet hat, wieder hinunter. Im Sommer könnte es hier auf dem Pfad aufgrund der südseitigen Lage und den Kiefern extrem warm werden, weshalb man genügend zum Trinken mitnehmen sollte. Wieder am See vorbei geht es über den breiten Panoramaweg zurück zur Muttersbergbahn-Talstation. Wer abkürzen möchte, kann auch alternativ den Jägersteig benutzen.
Das ist die Tour zum Nachschauen: https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/hoher-frassen/208309953/#dm=1

