Exklusive Einblicke: Geballte Sicherheit am Dornbirner Hotspot

Vorarlberg / 09.05.2021 • 16:45 Uhr
Exklusive Einblicke: Geballte Sicherheit am Dornbirner Hotspot
Bezirkspolizeikommandant Christian Ertl (l.) und Inspektionskommandant Walter Fetz vor der Sicherheitszentrale des Bezirks Dornbirn. VN/STEURER

Wie die neue Polizeizentrale am Bahnhof in Dornbirn ausgestattet ist. Ein Rundumblick.

Dornbirn „Ein Quantensprung ist hier wohl nur ein Hilfsausdruck“, bezeichnet Bezirkspolizeikommandant Christian Ertl (46) den Gegensatz, den das neue Gebäude der Polizeiinspektion Dornbirn und Bezirkspolizeikommandos seit dem Umzug aus der St. Martin Straße vermittelt.

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Inspektionskommandant Walter Fetz (60) geht am 1. August in den wohlverdienten Ruhestand. Auf die Frage, ob er sich darauf freue, antwortet er mit einem etwas melancholisch angehauchten „Na ja . . .“. Gerade erst seit dem 5. April hat der langerfahrene Kommandant sein neues Büro in der imposanten Zentrale am Bahnhof bezogen. Doch eben nur noch für kurze Zeit.

Es hatte seinen Grund, warum man sich beim Neubau, den die Stadt Dornbirn mit 7,2 Millionen Euro finanzierte, für eben diesen Standort entschieden hatte. Allein an Wochentagen gibt es am Bahnhof rund 26.500 Aussteiger von Bus und Bahn. Leider ist dieser „Hotspot“ auch als bevorzugter Aufenthaltsort eines gewissen Klientels geworden, das immer wieder für unangenehme Vorfälle sorgt.

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Rund um die Uhr besetzt: Die “Informationsdrehleiter des Tages”, die Alarmzentrale.

Sicherheitsschleuse

Der wuchtige Bau der neuen Polizeizentrale im unmittelbaren Blickfeld vermittelt das Gefühl von Sicherheit. Ertl und Fetz laden die VN zu einem Rundumblick ein. Zunächst geht es durch die Sicherheitsschleuse am Eingang. Hier kommt keiner rein, wenn nicht ein Beamter den Knopf drückt. Eben aus Sicherheitsgründen. „Wenn hier eventuell alkoholisierte Personen Radau machen“, sagt Ertl.

Dahinter – ebenfalls im Erdgeschoss – Parteienraum, Journaldienstraum, Alarmzentrale, Vernehmungsräume und vier Verwahrungsräume. Also Arrestzellen. Sogar ausgestattet mit einer Dusche. Auch ein „Gegenüberstellungsraum“ ist hier untergebracht. Für Zeugen, die Täter erkennen sollen. In einem Raum mit Verdunkelungsmöglichkeit und nur einer einseitig durchsehbaren Scheibe. Im Untergeschoss schließlich Umkleidekabinen, Waffen- und Munitionsräume und die Tiefagarage.

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Eine der vier Arrestzellen. Hier können Festgenommene bis zu 24 Stunden verwahrt werden.

Maschine mit dem Ping

In den Obergeschossen sind die Büroräumlichkeiten der Polizeiinspektion untergebracht. „Hier verrichten 64 Leute ihren Dienst, etwa 40 Prozent davon Frauen“, informiert Kommandant Fetz. Im selben Geschoss auch das Bezirkspolizeikommando. Alles in hellen, freundlichen Räumen und Gängen. Neben dem koordinierten Kriminaldienst (KKD) befindet hier sich auch die Spurensicherung. Alles hochmodern und sogar mit der Maschine mit dem Ping zur Auswertung der Spuren, wie es Ertl süffisant formuliert.

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Fingerabdruck bitte: Im Raum der Spurensicherung.