Ein Dankeschön an die Mütter

So leben Frauen ihr Muttersein heute.
Hohenems Alba ist „passiert“. Ihre Mutter, Lisa Frei, war damals 19 und stand kurz vor der Matura. Heute ist Alba ihr größter Schatz, und den Abschluss hat sie inzwischen auch in der Tasche. Lisa Frei (21) holte die Prüfungen nach der Geburt ihrer mittlerweile zweijährigen Tochter nach. „Das war wichtig für mich“, betont die junge Frau aus Hohenems. Von Alba sagt sie: „Sie hat mich reifen lassen und selbstbewusster gemacht.“ Vom Vater des Kindes hatte sich Lisa noch während der Schwangerschaft getrennt, für Alba hält sie aber den Kontakt zu ihm. Mit ihrer Situation als alleinerziehende Mama kann sie umgehen, was sie jedoch ärgert sind Vorurteile, wie Mütter in ihrem Alter könnten sich nicht richtig um Kinder kümmern. Rückhalt bekommt Lisa Frei von ihrer Familie. „Meine Eltern sind gerne Großeltern“, sagt sie. Mit ihnen wird sie auch den Muttertag feiern.

Eine besondere Lebensform
Doris Haller (53) hat das Muttersein zum Beruf gemacht. Seit zehn Jahren arbeitet sie im Vorarlberger Kinderdorf und betreut dort im Haus 3 fünf Kinder im Alter zwischen 7 und 15 Jahren. Davor brachte sich Doris Haller als Tagesmutter ein. Nachdem die beiden erwachsenen Töchter ausgezogen waren, suchte auch die Mutter nach einer neuen Aufgabe. „Die Beschäftigung mit Kindern hat mir gefallen. Ich wollte das jedoch in einer anderen Umgebung als bei mir zu Hause tun“, erzählt Haller. Für sie ist das, was sie tut, eine besondere Lebensform, die sie mit viel Liebe und Herzblut ausfüllt. Im Muttersein sieht Doris Haller eine große und bereichernde Aufgabe. Beruf? Ja, aber gleichzeitig auch ihr Leben.

Vielfaches Mutterglück
Zweifache Mutter, dreifache Langzeitpflegemutter und zweifache Krisenpflegemutter: Patricia (48) lebt das Mutterglück in vielfacher Weise. Inzwischen ist sie auch noch stolze Oma von zwei Enkelkindern. „Ich bin Mama mit Leib und Seele“, merkt Patricia lächelnd an. Das ganze Repertoire an Liebe, das sie selbst erfahren hat, weitergeben und damit vermehren zu können, und für andere Sorge zu tragen zählt für die engagierte Frau zum Schönsten überhaupt. Als sie davon hörte, das Vorarlberger Kinderdorf suche Pflege- bzw. Krisenpflegeeltern, informierte sie sich und „verliebte sich in das System“. Während die Pflegekinder länger bleiben, sind Krisenpflegekinder oft nur kurz da. Patricia genießt das Glück auf Zeit dennoch: „Es ist schön, die Kleinen auf ihrem Weg in eine gute Zukunft zumindest ein kurzes Stück begleiten zu können.“
