Das wird aus dem Rossstall in Bregenz

Nächster Anlauf: Kasernen sollen endlich autark werden.
Bludesch Schon einmal ist ein Verteidigungsminister angetreten, um Kasernen so umzurüsten, dass sie von der Außenwelt abgeschnitten für einige Zeit funktionstüchtig bleiben. Mario Kunasek nannte sie Sicherheitsinseln. Er hat die Pläne nie umgesetzt. Nun startet seine Nachfolgerin einen neuen Anlauf. Klaudia Tanner spricht von “Autarkie”, meint aber dasselbe: Ab 2022 soll die Walgaukaserne autark werden. Über zwei Millionen Euro werden investiert, erklärte die Ministerin auf einem kurzen Vorarlberg-Abstecher am Dienstagnachmittag. Dabei geht es nicht nur um Energieautonomie. Auch die Verpflegung spielt eine Rolle.
Auf Öffentlichkeitswirksamkeit wurde allerdings nicht verzichtet. Tanner, Landeshauptmann Markus Wallner, Landesrat Christian Gantner und Militärkommandant Gunther Hessel unterzeichneten vor versammelter Presse eine Vereinbarung mit Vorhaben bis 2025. Sie orientiert sich am 14-Punkte-Programm für das Bundesheer, das der Landtag einstimmig beschloss. Teuerster Punkt der Vereinbarung ist der Umbau des ehemaligen Rossstalls in der Bregenzer Bilgeri-Kaserne. Er wird zu einem Musikproberaum, der sowohl der Militärmusik als auch anderen Vereinen und Verbänden aus dem Land zur Verfügung stehen soll. Allein das Ministerium steckt drei Millionen Euro in das alte Gebäude, das Land Vorarlberg und die Stadt Bregenz beteiligen sich.
Kasernen sollen modernisiert werden: heuer um 1,79 Millionen Euro, kommendes Jahr um eine weitere Million. Außerdem wirbt das Ministerium für den Hubschrauberhangar in der Walgaukaserne, der längst zugesagt ist, und verspricht Ausrüstung. Tanner erklärt zudem, die Brigaden erhalten zu wollen. Ansonsten bleibt sie bei Fragen zur Heeresstruktur vage. Auch bei den Pionieren in Bregenz: Sie gehören laut Tanner zu den besten in Österreich, die Funktionsstärke bleibe erhalten. was die Struktur betrifft, sei man in einem Prozess.
Kommandant Hessel lobt seinen Trupp für den Einsatz in der Pandemie. Die Mannschaft arbeite sehr effizient. Außerdem sei das Jägerbataillon 23 nicht dabei, damit es sich um die Kernaufgabe kümmern könne: “Der Vorbereitung auf die Landesverteidigung.” Hessel freut sich über die zugesagten Investitionen. “Ich spüre den Rückenwind.” Gegen die Pandemie wird das Heer aber weiterhin kämpfen. Der Assistenzeinsatz wurde bis 12. Juni verlängert.

PK und Interview Verteidigungsministerin Klaudia Tanner 
PK und Interview Verteidigungsministerin Klaudia Tanner 
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PK und Interview Verteidigungsministerin Klaudia Tanner 
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