Als die Maul- und Klauenseuche im Vorarlberger Grenzgebiet tobte

Vorarlberg / 03.05.2021 • 18:00 Uhr
Als die Maul- und Klauenseuche im Vorarlberger Grenzgebiet tobte
Die Veterinärbehörden haben angeordnet, zunächst in einem Streifen zur Schweiz einen „Impfgürtel“ aufzubauen, der die Ausbreitung verhindern sollte, um dann später den gesamten Viehbestand in Vorarlberg zu impfen. OSKAR SPANG, STADTARCHIV BREGENZ, VORARLBERGER LANDESBIBLIOTHEK, WWW.VORARLBERG.AT/VOLARE

Bregenz „Wegen der Maul- und Klauenseuche, die seit mehr als zwei Monaten in der Schweiz wütet, mußten bisher über 18.000 Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen notgeschlachtet werden,“ schrieben die VN am 28. Dezember 1965.

Als die Maul- und Klauenseuche im Vorarlberger Grenzgebiet tobte
Jedes Fahrzeug, das von der Schweiz über das Zollamt Höchst einreiste, musste einen desinfizierenden Teppich passieren.

Das Land Vorarlberg reagierte prompt: Sollte ein Überschreiten der Grenze unumgänglich sein, so konnte man ausschließlich über das Straßenzollamt Höchst einreisen.

Als die Maul- und Klauenseuche im Vorarlberger Grenzgebiet tobte
Die Passagiere mussten aussteigen und ihre Schuhsohlen in Sägemehl, das mit einem Desinfektionsmittel getränkt war, abstreifen.

Im Frühjahr 1966, als die Seuche abebbte, wurde auch in Vorarlberg Bilanz gezogen. 15 Höfe waren betroffen, 197 Tiere, davon 112 Rinder, wurden notgeschlachtet. In dieser Zeit wurden auch die Schulen von Egg, Großdorf, Andelsbuch, Bersbuch sowie das Skigebiet in Schetteregg temporär geschlossen.