Sperrbezirk mit Sperrzonen: Das sagen Bürger und Bürgermeister

Viele Ortskerne wirken am ersten Tag der Sperrzonen wie ausgestorben.
Schwarzach Der Sperrbezirk Bregenzerwald ist nun um mehrere Sperrzonen reicher. In zwölf Gemeinden der Region gilt seit Mittwoch in den Zentren strengere Auflagen: Jeder Passant in den ausgewiesenen Zonen müssen einen gültigen negativen Testbescheid vorweisen können wie auch eine FFP2-Maske tragen. Das Ergebnis am ersten Tag: Wenig Passanten und etwas Verwirrung. Wer sich allein wähnte, verzichtete gern einmal auf den Mund-Nasen-Schutz. In den Supermärkten war sich nicht jeder Kunde sicher, ob er nun einen Test benötigt. Leere Gastgärten sah man jedoch nicht. Ein Mellauer Gastronom traute sich daher am ersten Tag der Sperrzonen noch keine Prognose der Folgen zu.
Das Verständnis ist nicht immer gegeben, weiß Alberschwendes Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann. So würden sich viele fragen, warum man die Maske auch tragen soll, wenn man allein ist. Die neuen Einschränkungen könne man aber im Gespräch meist aufklären. “Es geht darum, dass es mehr Testungen braucht, um Infektionsketten zu durchbrechen”, betont Schwarzmann.
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In Mellau ist die Zahl der akut Infizierten noch überschaubar. “Wir haben durch die Mittelschule und den Handel einen sehr engen Austausch mit Bezau”, verteidigt Bürgermeister Tobias Bischofberger die in diesem Fall eher vorsorgliche Maßnahme in der Hinterwälder Gemeinde. Der engen Verflechtung der Gemeinden rund um Bezau müsse Rechnung getragen werden. “Das Leben hier spielt sich nicht nur in Mellau ab”, betont der Bürgermeister.
“Natürlich gibt es in jeder Gemeinde Personen, denen das Verständnis fehlt”, bestätigt Andelsbuchs Gemeindechef Bernhard Kleber. Er erinnert aber an die bevorstehende Sommersaison, auf die man als Tourismusregion hinarbeiten müsse.







