Galätscha blüht auf

Ehemalige Aushubdeponie in Frastanz bekommt Wildblumen und Hecke in Praxiskurs.
Frastanz Unter dem Motto „Damit’s wieder singt und brummt“ trafen sich 20 Teilnehmer aus ganz Vorarlberg Mitte April in Frastanz zu einem Praxiskurs. Im Fokus stand dabei das Setzen von Wildstrauch- und Blütenhecken auf der ehemaligen Bodenaushubdeponie in der Galätscha. Ebendort sind nämlich neue Flächen für die Artenvielfalt entstanden: Blumenwiesen, Feuchtwiesen, Streueflächen wurden bereits angesät und Obstbäume gepflanzt. Das Projekt wurde mittlerweile mit dem „Brennnessel-Preis“ des „Netzwerks blühendes Österreich“ ausgezeichnet. Um die Landschaft strukturreicher und die Vegetation vielfältiger zu machen, wurden zusätzlich Wildstrauchhecken angelegt und bunte Saummischungen ausgesät. Dies fand in Form des genannten Praxiskurses in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde, des Naturschutzbundes, des „Netzwerks blühendes Vorarlberg“ und des Obst- und Gartenbauvereins Frastanz statt.
Die Teilnehmer folgten aufmerksam den Ausführungen von Landschaftsplanerin Simone König und brachten selbst viel Praxiswissen und Erfahrung ein. Am Vormittag wurde im Rathaus das ökologische Potenzial von Wildstrauch- und Blütenhecken besprochen, am Nachmittag legten die Teilnehmer selbst Hand an. Sie erweiterten die bereits bestehende Hecke entlang des neu angelegten Weges durch die Flächen der Galätscha und säten beidseitig einen Saum mit heimischen Wildblumen an. „Wir freuen uns schon auf einen Bestimmungskurs der Blütenvielfalt“, so die Aussage eines Teilnehmers, der das Naturschutzprojekt schon lange Jahre verfolgt und begleitet.