Politik am Zug bei Rankweiler Zentrum

Ortsentwicklungsausschuss macht sich an die Umsetzung der Top-Maßnahmen.
Rankweil Die Leitlinien und Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung des Rankweiler Ortskerns wurden vergangene Woche im Ortsentwicklungsausschuss behandelt. Als nächsten Schritt wird das Konzept nun zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung der nächsten Gemeindevertretungssitzung im Mai stehen. „Ich gehe davon aus, dass die politischen Fraktionen in Rankweil geschlossen hinter allen Maßnahmen stehen werden. Denn das ist die Grundlage, um die anstehenden Großprojekte möglichst rasch ins Rollen zu bringen“, so Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall. Das Projekt sei aber keineswegs abgeschlossen, sondern nun gehe es an die Umsetzung: Zusätzlich zu einem regelmäßigen Ortskerntag und einem öffentlichen Raum als Anlaufstelle für die Bevölkerung wird es voraussichtlich einen externen Ortskernmanager geben. „Wir werden zudem auch weiterhin eine laufende und transparente Kommunikation mit der Bevölkerung aufrecht halten. Sobald es die Corona-Situation zulässt, wird es eine öffentliche Veranstaltung geben, bei welcher das Ergebnis der Ortskernentwicklung der Bevölkerung präsentiert wird“, erläutert die Bürgermeisterin.
Top-Maßnahmen für Masterplan
Rund ein Jahr lang dauerte der Prozess der Ortskernentwicklung unter Mitwirkung der Bevölkerung. Anfang des Jahres sind schließlich zehn Top-Maßnahmen daraus hervorgegangen. Die VN-Heimat berichtete. In einem detaillierten Masterplan sind unter anderem die Nutzung der Erdgeschoße, 20 Schlüsselgrundstücke sowie Kriterien für die Gestaltung im Zentrum der Gemeinde festgehalten. Letzteres umfasst beispielsweise eine maßvolle Verdichtung, die Weiterentwicklung der vorplatzbildenden, gegliederten Straßenraumstruktur, die Erhaltung von Sichtachsen von und zur Basilika oder eine ortstypische Fassadengliederung, durchgängige Farbkonzepte sowie die Gestaltung der Dachlandschaft oder die räumliche Beziehung von Architektur und Grünraum. Jedes einzelne Gebäude an den Hauptstraßen im Ortszentrum wurde außerdem hinsichtlich Denkmalschutz, erhaltenswürdiger Baustruktur sowie Baumbestand betrachtet.
Die vier Begegnungsräume
Sämtliche Top-Maßnahmen spielen sich in vier definierten Begegnungsräumen ab: Marktplatz und Ringstraße Süd sollen zu belebten Treffpunkten für Bildung, Kultur und Veranstaltungen sowie Anziehungspunkte für die gesamte Region werden. Der Liebfrauenberg soll als Wallfahrtsort zeitgemäß auf spirituelle Erlebnisse ausgerichtet sein. Die Bahnhofstraße wird zur begrünten Flanierallee, einer Begegnungszone mit vielfältigem Angebot für Einkauf und Gastronomie. Die Ringstraße wird zur jungen, aktiven, geschäftigen und pulsierenden Begegnungszone. Und die Themen Arbeiten und Wohnen sollen kreativ neu gedacht werden.
Einen Überblick über das Projekt Ortskernentwicklung gibt es zum Nachlesen bzw. -hören unter www.rankweil.at/ortsentwicklung.