Lochauer Jesuheim-Rohbau in gut zwei Tagen errichtet

Schon Ende Mai sollen 36 Bewohnerinnen und Bewohner übersiedeln.
Reuthe, Lochau „Hätte uns nicht die Schneefahrbahn behindert und einige Zeit aufgehalten – wir hätten es wohl in zwei Tagen geschafft, so verschob sich die Montage der letzten Boxen auf den Vormittag des dritten Tags“, war Matthias Kaufmann mit der „Operation Jesuheim“ sehr zufrieden. Am Dienstag nach Ostern hatte die Bregenzerwälder Zimmerei mit dem Transport der insgesamt 44 Boxen begonnen – und war damit punktgenau in die Rückkehr des Winters hineingefahren. Am Mittwoch legte Frau Holle dann noch einen Zahn zu – mit dem Ergebnis, dass es schon am Achraintunnel durch hängengebliebene Lkw zu Verzögerungen kam und endlich in Lochau angekommen, mussten die Spezialfahrzeuge noch einmal warten, bis die Auffahrt von der Pfarrkirche bis zur Baustelle beim Jesuheim passierbar war.
Ende Mai bezugsfertig
Den generellen Zeitplan für das Projekt wird diese marginale Verzögerung aber in keiner Weise beeinträchtigen, „die 36 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Haus Pfänder werden Ende Mai übersiedeln“, erläutern Christoph Dünser und Stefan Hiebeler vom Büro Hermann Kaufmann, das diesen Umbau des Lochauer Jesuheims geplant hat.
In den kommenden Wochen wird der zweistöckige Rohbau komplettiert – Stiegenhäuser, Verbindungselemente und natürlich die Anschlüsse an Strom, Heizung, Wasser und Abwasser müssen installiert werden, umreißt Matthias Kaufmann die noch bevorstehenden Arbeiten. In den Boxen selbst sind keine Arbeiten mehr notwendig, diese sind – einschließlich der Nasszellen – komplett fertiggestellt. Auch die acht Boxen für Sonderräume (Küche, Lager usw.) sind schon in der Kaufmann-Werkhalle in Reuthe ausgestattet worden und müssen jetzt in Lochau ebenfalls nur noch angeschlossen werden.
Heimat für rund zwei Jahre
Wie berichtet, ist der Bau weit mehr als ein Provisorium, denn die Boxen werden in der dritten Bauphase in das erneuerte Haus Pfänder integriert. „Nach der Übersiedlung der 36 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Haus Pfänder wird dieser Flügel bis auf das Kellergeschoss abgerissen und zweistöckig neu erstellt“, schildert Hiebeler Phase zwei des Projekts. Dabei werden auch der Eingangsbereich und der Verbindungstrakt zum Haus Lochau adaptiert.
Es wird die längste Bauphase, denn das jetzt talseitig des Hauses Bodensee aus Boxen erstellte Haus wird rund zwei Jahre Heimat für die 36 Bewohnerinnen und Bewohner sein. Anfang 2023 können sie dann in den Neubau übersiedeln und die Boxen werden als drittes und viertes Stockwerk auf diesen Neubau aufgesetzt. STP

