Traumstart für die Schifffahrt

Zum Frühlingserwachen zeigte sich der Bodensee von seiner schönsten Seite.
Hard, Bregenz War das ein Traumstart für die Schifffahrt auf dem Bodensee. Einige wenige Wassersportler, die schon früh in der Saison Segel setzten, hatten den ganzen See fast für sich allein und konnten den frischem Wind für eine herrliche Ausfahrt nutzen. Aber nicht nur Hobbykapitäne freuten sich über einen erholsamen Osterausflug, auch erste Passagierschiffe luden zum Saisonstart – mit eingeschränkter Fahrgastzahl, aber immerhin.
Willkommen an Bord!
Bei den Vorarlberg Lines waren „Stadtrundfahrten“ angesagt – MS Stadt Bregenz und MS Alpenstadt Bludenz stachen in See. Und nach fast einem halben Jahr durfte auch das stolze Bodenseeschiff MS Oesterreich endlich wieder auslaufen. Seit Oktober des Vorjahres hatte es immer wieder Hoffnung auf einen Neustart gegeben, neue Fahrpläne wurden gedruckt und landeten ungenützt im Papierkorb, denn Corona schob allen Bemühungen einen Riegel vor.
Das historische Schiff, das erste große Fahrgastschiff auf dem Bodensee, das 2019 restauriert wieder in Dienst gestellt werden konnte, musste im Hafen bleiben. Lange Monate vom Lockdown Ende Oktober – bis zum Ostersonntag.
So war es nicht verwunderlich, dass die auf etwa die Hälfte reduzierten Sitzplätze bei der Saison-Eröffnungsfahrt schnell ausgebucht waren, und die Freude darüber, dass es endlich wieder losgehen kann, war den Passagieren bei der Ländle-Lunch-Fahrt anzusehen.
Alles dazu beitragen
Da war es auch für die Gäste und das Team eine Selbstverständlichkeit, die strengen Bestimmungen einzuhalten – von der Vorreservierung angefangen über den negativen Test bis zum Maskentragen beim Betreten des Schiffs und beim kurzen Gang auf das Freideck zwischen den Gängen des Menüs aus der Huber-Hafenküche. „Oesterreich-Retter“ Jürgen Zimmermann, Kapitän Robert Kössler und Heino Huber konnten sich auf die Disziplin der Gäste verlassen und betonten, „dass wir alles dazu beitragen wollen, damit dieser erste Lockerungsschritt nicht zerstört wird“. Noch beschränkt sich das reduzierte Programm auf Tagesfahrten, wegen der nächtlichen Ausgangssperre sind Abendfahrten nicht möglich. Das sollte – hoffentlich bald – der nächste Schritt in die Normalität werden.
Am nächsten Sonntag, 11. April, gibt es um 12 Uhr mit Abfahrt am Lochauer Kaiserstrand einen weiteren Ländle-Lunch, und ebenfalls am Kaiserstrand legt das Schiff am 18. April, 9.30 Uhr, zum Wiener Frühstückssalon ab.
So geht es weiter
Am 23. April wird das Schiff erstmals zum Pop-up-Restaurant, jeweils am Freitag und Samstag lädt Heino Huber von 11.30 bis 18 Uhr zum Speisen ein. Das Schiff bleibt im Hafen. Geboten wird mittags gutbürgerliche Küche mit À-la-carte-Gerichten bis hin zu einem 4-Gänge-Überraschungsmenü, und am Nachmittag werden die Gäste mit kleinen Snacks sowie Mehlspeisen verwöhnt.
Hohentwiel kommt aus dem TÜV
Weitere Termine sind am 24. und 30. April sowie am 1. Mai. Und dann soll auch die „Hohentwiel“, die nach einem fünfwöchigen Aufenthalt in der Romanshorner Werft nicht nur einer Prfung durch den TÜV unterzogen wurde, sondern auch eine umfassende Auffrischung erfahren hat, die dem Bodenseedampfer neuen Glanz verleiht. STP

Saisonstart nach Maß für Jürgen Zimmermann, Kapitän Robert Kössler und „Schiffskoch“ Heino Huber, die sich über ein volles Schiff freuen durften.

Kapitän Robert Kössler: Endlich wieder Leinen los! Vor Lindau begegnete die Oesterreich der Alpenstadt Bludenz.

Den ganzen Bodensee (fast) für sich allein hatten einige wenige Wassersportler, die bereits zu Ostern Segel setzten und Wind und Wetter voll genießen konnten. STP/4