Café Feurstein: Feldkirch will mehr Zeit

Die Stadt will ein eigenes Gutachten vorlegen.
Feldkirch Die Debatte zwischen dem Bundesdenkmalamt (BDA) und der Stadt Feldkirch um die Zukunft der Inneneinrichtung des Café Feurstein geht in die Verlängerung: Kurz vor der vierwöchigen Frist zur Einreichung einer Stellungnahme bat die Montfortstadt um eine dreimonatige Verlängerung. Die Begründung: Die Stadt will dem Amtssachverständigengutachten auf gleicher fachlicher Ebene entgegentreten und ein eigenes Gutachten vorlegen. Derzeit ist man jedoch noch damit beschäftigt, einen entsprechenden Gutachter zu benennen, erklärt die Stadt auf VN-Rückfrage.
Damit reagieren die Stadtoberen auf ein nachgeschärftes Gutachten des BDA. Dieses hat, nachdem Feldkirch gegen den Bescheid des BDA vom September 2020 Rechtsmittel eingelegt hat, laut der “Neuen” ihr eigenes Gutachten durch ein Ermittlungsverfahren auf Basis der Begehung vom vergangenen Oktober verfeinert. Die Linie der Denkmalschützer bleibt dabei unverändert: Das Kaffeehaus ist aufgrund seiner Einmaligkeit in der Erhaltung und Bedeutung als Nachkriegscafé zu erhalten.
Die Konfliktlinie ist vor allem der Verbleib des Mobiliars. Dieses ist an sich nicht im Besitz der Stadt Feldkirch, sondern Teil des Nachlasses des Cafétiers Klaus Feurstein. Die Stadt sieht in dem Verbleib der Einrichtung im Gebäude einen Nachteil für die Vermietung des Gebäudes wie auch für etwaige Pächter des seit 1949 bestehenden Kaffeehauses. Im Raum steht auch eine Verlegung der Einrichtung in das Palais Liechtenstein. Dort soll sie als Café genutzt werden, betonte Stadtrat König am digitalen VN-Stammtisch.