Teststrategie baut auf eine Allianz

Lindau will die Testmöglichkeiten massiv ausbauen.
lindau „Wir wollen raus aus der derzeitigen Situation und den Menschen sowie der Wirtschaft wieder Perspektiven und mehr Freiräume bieten“, lautet die Ansage der Lindauer Oberbürgermeisterin Claudia Alfons. Deshalb ist die Stadt jetzt bemüht, eine Teststrategie im Kampf gegen das Coronavirus aufzubauen. Geplant ist eine Allianz aus gewerblichen Anbietern, öffentlichen Apotheken und Hilfsorganisationen. Zudem erhält Lindau mit Lisa Federle eine prominente Unterstützerin bei der Entwicklung von Test- und Hygienekonzepten. Die Ärztin wurde bundesweit durch das „Tübinger Modell“ bekannt. Die Stadt ist ja ebenfalls eine Modellregion. Bereits am heutigen Montagabend wird Federle das erste Mal mit den Verantwortlichen in Lindau konferieren.
Bessere Infrastruktur
Solange nicht ein entsprechend großer Anteil der Bevölkerung geimpft ist, sieht Claudia Alfons ausgeklügelte Hygienekonzepte und Schnelltests als einzigen Weg zurück zu durchgehend geöffneten Schulen, Kindergärten, Kultureinrichtungen, Gaststätten, Einzelhandelsgeschäften oder auch Sporteinrichtungen. Deshalb hat sie für eine erste Phase mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und dem Gesundheitsdienstleister Allgäu Medical Service vereinbart, dass diese in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Apotheken eine Teststruktur für Lindau aufbauen. Das Bayerische Rote Kreuz testet derzeit zweimal die Woche abends in Lindau. „Diese professionelle Arbeit wollen wir unterstützen und ausbauen, indem wir bei der Verbesserung der Infrastruktur helfen. Ich hoffe sehr, dass das BRK seine Testtätigkeit noch ausweiten kann“, erklärt die Stadtchefin.
Viel Fachwissen da
Zusammen mit den Apotheken sei bereits sehr viel Fachwissen in Lindau verfügbar. „Darauf können wir aufbauen“, sagt Alfons und lobt die Vorreiterrolle der Genannten. Mit Lisa Federle kommt jetzt noch hochkarätiges Fachwissen von außerhalb dazu.