Frauenfußball Rankweil ist eine Marke geworden

Vorarlberg / 16.03.2021 • 14:21 Uhr
Der Mädchen- und Frauenfußball hat in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert in Rankweil bekommen.<span class="copyright">Luggi KNobel</span>
Der Mädchen- und Frauenfußball hat in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert in Rankweil bekommen.Luggi KNobel

FC RW Rankweil als Stützpunkt für Nachwuchsspielerinnen.

Rankweil Ebenso wie der Amateur- steht auch der gesamte Nachwuchsfußball seit Ende Oktober des vergangenen Jahres still. Neben einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung fehlt den Kindern und Jugendlichen vor allem der soziale Kontakt zu den aktiven und passiven Vereinsmitgliedern, zu Trainern, Betreuern und Funktionären. Auch beim FC RW Rankweil. Der Rot-Weiß-Nachwuchs gehört zu den größten Abteilungen im Ländle und durfte schon große Triumphe feiern. Seit einigen Jahren rückt speziell der Mädchen- und Frauenfußball auf der Gastra in den Vordergrund und genießt dort einen hohen Stellenwert. Fast ein Drittel aller 300 Rankweiler Nachwuchsfußballer sind Mädchen und Frauen. Knapp 100 Kickerinnen sind in drei Nachwuchs- und zwei Kampfmannschaften aktiv.

Der Rot-Weiß-Nachwuchs gehört zu den größten Abteilungen im Land.
Der Rot-Weiß-Nachwuchs gehört zu den größten Abteilungen im Land.

Vor sechs Wochen hat der Feldkircher Bernhard Metzler das Amt als neuer Damen-Sportchef bei den Rot-Weißen übernommen. Gernot Eiler und Mladen Galovic haben sich von der Aufgabe, den Damenfußballsport in Rankweil auf neue Beine zu stellen, zurückgezogen. „Ich will in Rankweil den Mädchen und Frauen künftig einiges bieten und es wird eine neue Struktur geben. Noch mehr neue Mädchen zum Fußballsport bringen ist das klare Ziel“, so Metzler. Endlich – wenn auch noch ohne Körperkontakt, dafür schon mit einem Gruppentraining von 20 Mädchen – dürfen die jungen Rankweiler Fußballerinnen seit vergangenem Montag wieder trainieren. Die Trainer Adem Fazliu, Manfred Gort und die beiden Spielerinnen der ersten Kampfmannschaft, Lara Scheichl und Laura Wagner, kümmern sich um die Mädchen. Bei einem geregelten und vor allem normalen Trainings- und Spielbetrieb will Metzler auch einen eigenen Tag mit Kindern in den Rankweiler Volksschulen veranstalten.

Grundstein für Spitzensport legen

Vor wenigen Wochen haben Bundesligist SCR Altach, FFC Vorderland und RW Rankweil für die nächsten drei Jahre eine Kooperation im Frauenfußball beschlossen. Aufbauend auf drei starken Säulen wird Rankweil zum Stützpunkt des Mädchenfußballs bis zu 13 Jahren. „Niemand in Vorarlberg bietet den Mädchen eine Ausbildung im Fußball mit so vielen Möglichkeiten an. Durch die Kooperation mit den anderen beiden Vereinen wird der Frauenfußball an Attraktivität noch gewinnen. Wir wollen jedem Mädchen ein Angebot machen, in Rankweil zu spielen. Den Grundstein für den Spitzensport im Frauenfußball bildet der Nachwuchs“, sagt der für den Nachwuchs zuständige Funktionär Klaus Beiter.

Für die Rankweiler Damenmannschaft ist ein Aufstieg in die 1. Bundesliga in den nächsten drei Jahren übrigens kein Thema. Die zweithöchste Spielklasse Österreichs ist in den letzten zwei Jahren viel stärker geworden – und dort wollen die Rot-Weißen in der oberen Tabellenhälfte mitspielen. VN-TK