Unterbau der Rheinbrücke bald fertig

Der Neubau zwischen Hard und Fußach verläuft plangemäß – Unterbau bis Ende April errichtet.
HARD, FUSSACH Das Tragwerk der neuen Rheinbrücke zwischen Hard und Fußach ragt bereits weit in das linksseitige Rheinvorland. Auch bei den Brückenpfeilern liegen die Arbeiten im Plan.
90 Tonnen schwere Hohlkästen
Von der Fußacher Seite des Rheins werden seit dem 2. Februar die bis zu 90 Tonnen schweren Hohlkästen aus Stahl über das Vorland und den Flusslauf geschoben. Bis etwa an Ostern dürften diese Unterbauteile bereits über das Wasser reichen.
255 Meter lange Brücke
Natürlich müssen bis dahin auch die erforderlichen Pfeiler fertig betoniert sein. Die 255 Meter lange Brücke ruht auf drei Pfeilern, für den Brückeneinschub sind weitere temporäre Hilfsunterstellungen notwendig, einer davon steht auf dem Fußacher Mitteldamm.
Entsprechend dem Zeitplan lässt sich die Errichtung des Unterbaus als erste zeitkritische Bauphase plangemäß Ende April 2021 abschließen. Ende des Jahres 2023 soll dann der Verkehr auf der L 202 über die neue Brücke führen, die bisherige Brückenkonstruktion aus dem Jahr 1972 wird in der Folge abgebrochen.
Die rund 70 Millionen Euro teure Brücke mit zwei geschlossenen Stahlhohlkästen und Tiefgründung ist technisch anspruchsvoll. Die fachlich richtige Bezeichnung für diese elegante Konstruktion lautet: Überspanntes vier-feldriges Stahl-Beton-Verbundtragwerk. Die Abspannung der Konstruktion mit einer aufgelösten Seilkonstruktion optimiert dabei die Gesamtsteifigkeit im Bereich der Flusspfeiler. Für die Planung der neuen Rheinbrücke verantwortlich ist die seit über 50 Jahren in Österreich erfolgreiche Schimetta Consult ZT GmbH in einer Gemeinschaft mit dem deutschen Büro Leonhardt, Andrä und Partner. AJK


Die Stahlkästen des Brückenunterbaus ragen schon weit ins linksseitige Rheinvorland.

So wird sich die 255 Meter lange Rheinbrücke über den Fluss spannen.