Finale Phase für Straßen- und Wegekonzept

Koblacher Gemeindevertretung hat Ergebnisse aus
Bürgerbeteiligung zum Verkehrskonzept analysiert.
Koblach Nach Jahren der Ausarbeitung wurde beim Koblacher Straßen- und Wegekonzept nun der finale Schritt im Konsultationsverfahren eingeläutet. Dabei werden die Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung in den vergangenen Wochen den Rahmen für das neue Straßen- und Wegekonzept in der Kummenberggmeinde geben.
Erster Workshop vor drei Jahren
Wie viele andere Gemeinden, kämpft auch Koblach in den letzten Jahren gegen den zunehmenden Verkehr im Ortsgebiet. Und so wird schon seit Längerem an einem Straßen- und Wegekonzept für die Kummenberggemeinde gearbeitet. Bereits vor rund drei Jahren lud die Gemeinde die Bevölkerung zu einem ersten Workshop, um die größten Anliegen zu sammeln und etwaige Lösungsvorschläge zu filtern. In einem zweiten Teil wurden Ende 2019 bereits die Ergebnisse präsentiert. Diese waren auch Grundlage für den Konzeptentwurf. Dieser stand nun in den vergangenen Wochen zur öffentlichen Einsicht und Stellungnahme bereit. „Die zentrale Frage dabei war, wie wir das vorliegende Konzept noch besser machen können“, erklärt Bürgermeister Gerd Hölzl und zeigt sich erfreut über die rege digitale Bürgerbeteiligung.
Kein Durchzugsverkehr
Ein wesentlicher Punkt im Koblacher Straßen- und Wegekonzept ist die Achse Rheinmahd/Dürne, welche gerne von Grenzgängern genutzt wird, da sie eine direkte Verbindung zwischen L 55 und L 190 darstellt. Die vorgestellte Einbahnregelung wird von den Bürgern mehrheitlich kritisiert und für Bürgermeister Hölzl ist klar: „Was für unsere Nachbargemeinden gilt – kein Durchzugsverkehr auf Gemeindestraßen – muss auch in Koblach möglich sein. Dabei gilt es nun, die genaue Umsetzung so zu konkretisieren, dass die Nachteile für die Koblacher so gering wie möglich gehalten werden können.“
Ausbau Rad- und Gehwegenetz
Weitere große Punkte im Konzept sind ein allgemeines Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen, der Ausbau des Rad- und Gehwegenetzes und eine Begegnungszone vor der Volksschule. „Der attraktive Ausbau des Rad- und Gehwegenetzes ist für Koblach eine Chance, die Bestrebungen eine Wohngemeinde mit hoher Lebensqualität zu sein zu unterstreichen“, sieht Hölzl Möglichkeiten für die künftige Entwicklung. Das Gemeindeoberhaupt sieht aber vor allem die Gewährleistung von Sicherheit im Straßenverkehr für alle Beteiligten als unumstritten und empfiehlt im Hinblick auf die Temporeduktion: „Jeder soll vor der Haustüre des Nachbarn die Geschwindigkeit fahren, die er sich vor der eigenen Haustüre wünscht, wobei die einfache Form der Regelung ein flächendeckendes Tempolimit wäre.“
Zentrumsentwicklung
Als sehr realistisch sieht Hölzl auch eine Begegnungszone vor der Volksschule, denn „die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr sind unsere Kinder“, so Hölzl. Weitere derartige Verkehrsplanungen, wie etwa die Zentrumsentwicklung rund um die Harmoniekreuzung, seien allerdings Bestandteil größerer Entwicklungen. „Konkrete Projekte dazu sind noch nicht geplant, allerdings können Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gemeinsam mit dem Land zeitnah realisiert werden“, blickt der Bürgermeister nach vorn. Eines ist ihm aber wichtig: „Auch in Zukunft werden wir bei größeren Projekten die Bevölkerung einbinden“, so Hölzl und hofft auf eine weitere rege Bürgerbeteiligung. MIMA