MS-Oesterreich-Freunde stärken der Vereinsführung den Rücken

An „Internet-Jahreshauptversammlung“ beteiligten sich mehr als zwei Drittel der Mitglieder.
Hard Es passte zur schwierigen Saison des stolzen Bodenseeschiffs, dass auch die Jahreshauptversammlung des „Fördervereins Museumsschiff Oesterreich e.V.“ auf ungewöhnliche Art und Weise abgewickelt werden musste: die „Oesterreich-Freunde“ wurden eingeladen, zur Tagesordnung im Internet Stellung zu beziehen. Weil die Jahreshauptversammlung 2020 coronabedingt abgesagt werden musste, galt es auch über das Vereinsjahr 2019 Bilanz zu ziehen.
Mehr als zwei Drittel der Mitglieder haben sich für die „Internet-Jahreshauptversammlung“ interessiert und an den statutenmäßig vorgeschriebenen Abstimmungen über Protokolle, Jahresrechnung, Voranschlag und vor allem an den Neuwahlen teilgenommen, freut sich Vereinsobmann Jürgen Zimmermann.
Dem „Oesterreich-Retter“ und seinem engagierten Team wurde auch eindrucksvoll der Rücken gestärkt: die neugewählte elfköpfige Vereinsspitze erhielt 93,6 bis 98,4 Prozent Zustimmung und auch die Bestätigung der Rechnungsabschlüsse fiel eindeutig aus – für 2019 genehmigten 95,2 Prozent den Rechnungsabschluss und die Jahresrechnung 2020 wurde mit 94,4 Prozent gutgeheißen und damit Kassier und Vorstand mit einem hervorragenden Vertrauensbeweis entlastet.
Hoffen auf Normalität
Nachdem die beiden Vereinsjahre im Internet abgehandelt wurden, richtet sich der Blick auf die Sommersaison. Seit mehr als vier Monaten liegt das stolze Schiff nun schon im Hafen, das Winterprogramm wurde komplett gestrichen und auch der Start in den Frühling steht noch in den Sternen. Dementsprechend groß ist die Hoffnung auf die Rückkehr zur Normalität, denn es gilt einiges aufzuholen, wie Jürgen Zimmermann mit Verweis auf die Bilanz 2020/21 anmerkt. Schon das Frühjahr 2020 war dem ersten Lockdown zum Opfer gefallen, dann wurde das Programm 2020/21 statt der geplanten rund 200 Fahrten auf etwa zwei Drittel abgespeckt. 128 Fahrten blieben vorerst im Plan und waren mit rund 9600 Gästen gut gebucht, das entsprach einer Auslastung von 70 Prozent. Ein Fahrplan, der bald Makulatur war und am Ende konnten gerade mal 63 Fahrten durchgeführt werden – und noch dramatischer der Einbruch bei den Fahrgästen, denn Abstandsregeln u. dgl. ermöglichten nur knapp 3600 Passagiere. Positiv war der Umstand, dass die Fahrten insgesamt gut gebucht waren – viele sogar ausverkauft – und die Gäste begeistert werden konnten.
Nach vorne schauen
Die Krisensaison ist abgehakt, Jürgen Zimmermann und „sein“ Verein blicken optimistisch in die Zukunft und setzen auf den Sommer. Bis dahin bleibt den Freunden der historischen Schifffahrt das Studium einer interessanten Lektüre: Obmann Zimmermann hat mit tatkräftiger Unterstützung des Bodensee-Schifffahrts-Experten Arnulf Dieth eine Dokumentation über das MS Oesterreich erarbeitet. STP

Jürgen Zimmermann und sein Team wurden bei der digitalen JHV bestätigt.