Gabriel Venturiello: Offene Gastgärten wären reine Farce

Vorarlberg / 07.03.2021 • 11:00 Uhr
Gabriel Venturiello: Offene Gastgärten wären reine Farce
Gabriel Venturiello setzte im Lockdown auf den Lieferservice. Nun erwartet er die Entscheidung zum Vorarlberger Sonderweg.  VN/MAIER-ORTNER

Am Montag soll sich weisen, auf was sich Wirte wie jener der Cucina in Dornbirn einstellen können.

Dornbirn Im Herbst führte er die Wirte noch vors Landhaus. Nun blickt Gabriel Venturiello gespannt auf die Entscheidung, unter welchen Vorzeichen die Vorarlberger Wirte ab dem 15. März ihre Gäste empfangen dürfen. Das Beste hoffen und mit dem Schlechtesten rechnen, sei inzwischen für viele in der Branche das Motto. “Ich halte mich hier an unseren Landeshauptmann”, betont der Dornbirner Gastronom. Natürlich brauche ein solches Experiment seine Vorbereitung, aber das öffentliche Hin und Her zu den Details rege auf.

“Wenn wir tatsächlich nur über die Gastgärten sprechen, können wir gleich zu lassen”, stellt Venturiello klar. “Wir haben immer noch März. Es kühlt schnell ab, es könnte sogar noch Schnee kommen. Dann machst du an einem Tag auf und am anderen wieder zu.” Außerdem brauche es eine angemessene Sperrstunde und auch praktiable Vorgaben zum Mindestabstand und zur Testhäufigkeit. “Ich halte zwei Tests pro Woche für einen gehbaren Weg”, setzt sich der Wirt für eine Gültigkeit einer Testung von mindestens 72 Stunden ein. Außerdem müsse die Regierung die technischen Möglichkeiten ausschöpfen, wie Apps. Die Registrierungsapps hatten gezeigt, wie niederschwellig es sein könne. Demgegenüber erinnere der Lockdown, so notwendig er auch gewesen sei, an mittelalterliche Methoden.

Weniger kritisch sieht Venturiello, dass ihnen nur noch eine Woche Vorbereitung bleibt. “Es muss ja nicht jeder gleich am 15. März öffnen”, sieht er es pragmatisch. Natürlich sei es auch mit wirtschaftlichen Risiken verbunden, aber das mache Unternehmertum nun einmal aus. Er rate jedoch jedem Wirt zu öffnen, allein schon aufgrund langfristiger Überlegungen. “Ein Wirt, der zu bleibt, droht seine Gäste zu verlieren”, warnt der Cucina-Wirt. “Wir sind für unsere Gäste da, sie vermissen uns ja auch.” Er selbst werde am 15. März jedenfalls auf seine Gäste warten. Dass sie kommen werden, haben ihm viele schon zugesichert.