Es bleibt warm in den Häusern von Lech

Schaden durch Brand im Heizkraftwerk wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
Lech Nach dem Brand des Biomassekraftwerks Lech in der Nacht auf Dienstag (die VN berichteten) lag am Mittwoch noch Rauch in der Luft. Einzelne Stellen mussten von den Feuerwehren nachgelöscht und das Hackschnitzeldepot ausgeräumt werden.
Der rettende Ölkessel
Bis Dienstagnachmittag war in rund 350 Häusern die Wärmezufuhr ausgefallen. Dann funktionierte die Versorgung wieder. Ludwig Muxel, Geschäftsführer des betroffenen Heizkraftwerks und ehemaliger Bürgermeister von Lech, am Mittwoch zu den VN: „Ein funktionierender Notbetrieb ist bis auf weiteres gewährleistet.“ Es kann geheizt werden. Die Garantie dafür ist ein großer Ölkessel, der bereits im Jahr 1999 installiert wurde und der durch das Inferno nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nun gehe man daran, die weiteren zerstörten Biomassekessel zu reparieren.
Ampelregelung
Auch ansonsten bleibt Lech nicht von der Versorgung abgeschlossen. „Die Zufahrt beim Heizwerk ist mit Ampelregelung möglich“, sagte Muxel. Sachverständige nehmen das Brandobjekt unter die Lupe. Der Geschäftsführer selbst schätzt den entstandenen Sachschaden auf mehrere Millionen Euro. „Die Gebäudehülle und die Technik sind zerstört“, begründet Muxel den immensen Schaden.
Brandermittler am Werk
Den Brandermittlern des Landeskriminalamtes war es erst am Mittwoch um 10.30 Uhr möglich, sich Zutritt zum mutmaßlichen Brandherd im Trümmerfeld zu verschaffen. Das Objekt sei groß, sagte der Leiter der Brandermittler, Heliodor Seitlinger. Mit ersten Ergebnissen zur Brandursache könne man frühestens am Donnerstag rechnen. Derzeit deute jedoch alles auf einen Brandherd im Hackschnitzellager hin, erklärte Seitlinger am Mittwochabend dem ORF. Dies deute auf einen technischen Defekt als Ursache hin.