11.000 kamen nicht zu den Tests

Kapazität wird aufgestockt und eine einfache Abmeldemöglichkeit geschaffen.
Bregenz, Wien Ohne Test geht momentan nicht viel. Wer zum Friseur möchte, braucht einen negativen Coronatest. Wer über die Grenze pendelt, muss einen Test absolvieren. Kein Wunder, dass die Teststationen im Land überlaufen sind. 66.000 Tests pro Woche sind in den Teststraßen des Landes möglich. Die vergangene Woche war ausgebucht. Gekommen sind allerdings nur 55.000 Personen. “11.000 haben sich entweder zweimal angemeldet oder sind gar nicht gekommen”, berichtet der zuständige Landesrat Christian Gantner. Das Land hat reagiert: Die Testkapazitäten wurden auf dem Papier um 10.000 auf 76.000 erhöht. “Wir haben die Slots verdichtet”, sagt Gantner. Außerdem ist es möglich, sich abzumelden. Was bisher nur über Umwege klappte, funtkioniert nun auf der Webseite “Vorarlberg testet”. Anmeldungen können geändert oder storniert werden.
Nicht nur in den Teststraßen, auch in den Apotheken ist es möglich, sich einem Coronatest zu unterziehen. Im Gegensatz zu den Einrichtungen des Landes können sich in Apotheken nur Menschen, die in Österreich sozialversichert sind, testen lassen. Für Pendler bedeutet es, dass sie nicht von den Gratistests erfasst sind. Heute, Mittwoch, wird über dieses Gesetz im Nationalrat diskutiert. Neos-Abgeordneter Gerald Loacker ärgert sich über diese Ungleichbehandlung. “Die Tests zahlt der Bund aus Steuergeld, das zahlt nicht die Sozialversicherung. Daher ist es gleichheitswidrig, darauf abzustellen, ob jemand in Österreich sozialversichert ist.”
Rund 17.000 Berufspendler leben in Vorarlberg. Sie müssen bei ihrem täglichen Grenzübertritt ein ausgefülltes Einreiseformular und einen negativen Coronatest vorweisen. Beides darf nicht älter als sieben Tage sein.
Text: Magdalena Raos & Michael Prock