Beim Heuen in den Bergen

Vorarlberg / 11.02.2021 • 14:30 Uhr
In schwer zugänglichem Gelände wurden die Heubündel mit einem Seilzug abtransportiert. Mit dieser Technik ließen sich auch unwegsame Tobel überwinden, wie hier in Schröcken-Nesslegg.
In schwer zugänglichem Gelände wurden die Heubündel mit einem Seilzug abtransportiert. Mit dieser Technik ließen sich auch unwegsame Tobel überwinden, wie hier in Schröcken-Nesslegg.

Die Geschichte des Landes in Bildern.

Der Dornbirner Fotograf Franz Beer (1896-1979) fotografierte in den 1940er Jahren mit Vorliebe bäuerliche Motive in den Talschaften Vorarlbergs.

Sie zeigen eine landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft in all ihren Details. Zahlreiche Fotos zeigen die Bergbauern beim Heuen vor allem im Hinteren Bregenzerwald oder im Großen Walsertal. Die Mechanisierung hatte noch nicht begonnen und traditionelle Gerätschaften – heute weitgehend verschwunden – sind zu sehen. Obwohl stark von der Ideologie der Zeit geprägt, dokumentiert Beer beeindruckend die Endphase einer traditionellen Landwirtschaft. Thomas Feurstein

Die ganze Familie ist mit dem Leiterwagen beschäftigt, das gemähte Heu ins Tal zu bringen. Der Blick ist von Warth Richtung Schröcken hin zum Widderstein gerichtet.
Die ganze Familie ist mit dem Leiterwagen beschäftigt, das gemähte Heu ins Tal zu bringen. Der Blick ist von Warth Richtung Schröcken hin zum Widderstein gerichtet.
Der Heuschochen diente zur Lagerung des Heus. Die Dichte des Heus verhindert das Eindringen der Niederschläge und das Verderben des Heus.
Der Heuschochen diente zur Lagerung des Heus. Die Dichte des Heus verhindert das Eindringen der Niederschläge und das Verderben des Heus.
In den Auenfeldern, wo sich heute die Skigebiete von Lech und Schröcken verbinden, transportiert Karl Moosmann aus Schnepfau die Heubündel mit einem Schlitten in ein sicheres Lager.
In den Auenfeldern, wo sich heute die Skigebiete von Lech und Schröcken verbinden, transportiert Karl Moosmann aus Schnepfau die Heubündel mit einem Schlitten in ein sicheres Lager.
Zum Einbringen der Heumengen wurden Bündeltücher verwendet, die dann mit Heu von einem geschätzten Tragegewicht von 70 bis 80 Kilo gefüllt wurden. In steilem Gelände war große Trittsicherheit und Kraft erforderlich.<span class="copyright"> Franz Beer, Stadtarchiv Dornbirn</span>
Zum Einbringen der Heumengen wurden Bündeltücher verwendet, die dann mit Heu von einem geschätzten Tragegewicht von 70 bis 80 Kilo gefüllt wurden. In steilem Gelände war große Trittsicherheit und Kraft erforderlich. Franz Beer, Stadtarchiv Dornbirn