Viel Geld für die Helfer in der Krise

Vorarlberg / 01.02.2021 • 14:40 Uhr
Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind auch in der Pandemie stark gefordert. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind auch in der Pandemie stark gefordert. VN/Paulitsch

Landesrettungsfonds schüttete über acht Millionen Euro aus.

Bregenz Coronabedingt mit Verspätung werden Rechnungsabschluss und Leistungsbericht 2019 des Vorarlberger Rettungsfonds dem Landtag zur Genehmigung vorgelegt. Rund 8,1 Millionen Euro gingen 2019 an die im und für das Land tätigen Rettungsorganisationen. Mit 5,9 Millionen Euro floss der Großteil an das Rote Kreuz. Dotiert wird der Rettungsfonds von Land und Gemeinden. Das Land steuerte aktuell 4,9 Millionen Euro bei, die Zahlungen der Gemeinden beliefen sich auf 3,2 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2018 flossen 7,1 Millionen Euro in die Blaulichtorganisationen.

Hilfe war oft nötig

Zuwendungen aus dem Landesrettungsfonds gibt es für das Rote Kreuz, die Bergrettung, die Wasserrettung, den Arbeiter-Samariter-Bund sowie die Notarztdienste im Bregenzerwald und in Lech. Außerdem gibt es Geld für das Bayerische Rote Kreuz für die Durchführung von Rettungstransporten im Kleinwalsertal und den Notarztdienst Oberstdorf, der bei Bedarf ebenfalls im Kleinwalsertal im Einsatz ist. Die Hilfs- und Rettungsorganisationen hatten 2019 gesamt gesehen ordentlich zu tun. Im Rettungsdienst fielen 142.008 Einsätze an, bei der Feuerwehr waren es 6791, die Bergrettung inklusive Flugrettung verzeichnete 2686 Ausrückungen und die Wasserrettung wurde 287 Mal zu Hilfe gerufen. Die Auflistung bildet jene Einsätze ab, die 2019 von der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle bearbeitet wurden.

Drei Millionen Einsatzkilometer

Mit 214 hauptberuflichen Mitarbeitern stellt das Rote Kreuz Vorarlberg die größte Mannschaft. Dazu kommen noch 1424 ehrenamtlich Tätige. Weiters verfügt das Rote Kreuz über 830 zertifizierte Rettungs- bzw. Notfallsanitäter. An Rettungs- und Krankentransporteinsätzen stehen 106.332 zu Buche. Die Tachometer der Einsatzfahrzeuge zeigten drei Millionen Kilometer. Insgesamt 269.555 Stunden wurden im Rettungsdienst ehrenamtlich geleistet. Bei der Bergrettung sind vier hauptamtliche und 1391 ehrenamtliche Mitarbeiter tätig. Knapp 11.000 Einsatzstunden fielen bei bodengebundenen Ausrückungen an, die Flugrettung war 1383 Mal gefordert. Die Wasserrettung verzeichnete 2019 insgesamt 1020 Einsätze, der Arbeiter-Samariter-Bund vermeldete 12.495 Rettungs- und Krankentransportfahrten und 191.479 Einsatzkilometer.

Zuteilung an die Organisationen

Rotes Kreuz, Landesverband Vorarlberg   5.973.000 Euro

Bergrettungsdienst Vorarlberg                       600.000 Euro

Wasserrettung Vorarlberg                               575.000 Euro            

Arbeiter-Samariter-Bund Vorarlberg              250.000 Euro

Bayerisches RK, KV Oberallgäu                        135.000 Euro

Notarztdienst Bregenzerwald                          300.730 Euro

Notarztdienst Oberstorf                                     156.214 Euro

Notarztdienst Lech                                                32.995 Euro