Gemeinde Koblach rechnet mit erheblichem Abgang

Vorarlberg / 01.02.2021 • 16:44 Uhr
Der Kindergarten Straßenhäuser-Ried soll in diesem Jahr trotz schwieriger finanzieller Situation wie geplant fertiggestellt werden.<span class="copyright">Mäser</span>
Der Kindergarten Straßenhäuser-Ried soll in diesem Jahr trotz schwieriger finanzieller Situation wie geplant fertiggestellt werden.Mäser

Schwieriger Gemeindehaushalt 2021 beschlossen.

Koblach Einnahmen in der Höhe von 11,56 Millionen Euro, Ausgaben in der Höhe von 13,46 Millionen Euro und ein Abgang von knapp 1,9 Millionen Euro, der aus Rücklagen gedeckt werden kann – so liest sich das Koblacher Budget 2021. Vergangene Woche hat die Gemeindevertretung den Voranschlag mehrheitlich beschlossen. Wenig überraschend ist der Haushalt des laufenden Jahres auch in der Gemeinde Koblach von der aktuellen Corona-Situation geprägt, trotzdem sollen die wichtigen Projekte wie vorgesehen umgesetzt werden.

„Auch für Koblach war das aktuelle Budget eine Herausforderung. Wir werden aber auch heuer Investitionen tätigen und den Betrieb in gewohnter Form aufrechterhalten können“, so Bürgermeister Gerd Hölzl. Die wichtigsten Projekte des Jahres – die Fertigstellung des Kindergartens Straßenhäuser-Ried sowie der Baubeginn der Sportanlage Lohma – werden jedenfalls aufgrund des dringlichen Bedarfs wie geplant realisiert.

Leichter Schuldenanstieg

Zu den größten Posten im Koblacher Haushalt gehören wie schon in den letzten Jahren die Abgaben an die Krankenanstalten und den Sozialfonds mit zusammen circa. 2,2 Millionen Euro. Der Neubau des Kindergartens Ried schlägt als größter Investitionsposten in diesem Jahr mit rund 1,9 Millionen Euro zu Buche, und für das Sozialzentrum Haus Koblach wurden 455.700 Euro eingeplant. Weitere große Posten auf der Ausgabenseite sind der öffentliche Personennahverkehr mit 316.200 Euro, die Friedhofsmauer- und Kircheninnenrenovierung mit 126.600 Euro und die Erneuerung der Ortseinfahrt Frutzbrücke mit 108.300 Euro. Das größte Plus auf der Einnahmenseite bringen nach wie vor die Ertragsanteile des Bundes (4,57 Millionen Euro) und die Kommunalsteuer (1,68 Millionen Euro).

Der Schuldenstand der Gemeinde sollte sich in diesem Jahr trotz der schwierigen Finanzlage nur leicht ändern und um rund 160.000 Euro auf ca. 3,5 Millionen Euro am Ende des Jahres ansteigen. MIMA