Hundestaffel der Bergrettung ist tierisch gut drauf

Neues Ausbildungskonzept der Bergrettung Vorarlberg trägt erste Früchte.
Fontanella „In Faschina fand letzte Woche unter verschärften Coronabedingungen der Winterkurs der Hundestaffel der Bergrettung statt“, berichtet Ausbildungsleiter Bertram Klehenz. Nach mehrtägigem Training waren Prüfungen in verschiedenen Kategorien zu absolvieren. Dabei überzeugten die nach den neuen Richtlinien ausgebildeten Teams auf ganzer Linie mit ausgezeichneten Leistungen. „Vor über zwei Jahren hat man in der Bergrettung Vorarlberg umgedacht und die Ausbildung auf komplett neue Füße gestellt“, erklärt Klehenz, der selber mit einem „neuen“ Hund angetreten war. Es mussten nicht nur die Hunde, sondern auch die Hundeführer um- und neu lernen. „Das wirklich hervorragende Ergebnis ist Bestätigung für den Aufwand eines mehrstufigen Ausbildungskonzeptes und die Überzeugungsarbeit, die am Anfang auch bei den Hundeführern zu leisten war“, berichtet der Leiter der Hundestaffel, Hermann Bachmann.
Aufgaben der Hundestaffel
Die Hundestaffel der Bergrettung Vorarlberg ist eine Spezialeinheit, deren Aufgabe darin besteht, verschüttete, abgängige oder verunfallte Personen möglichst schnell aufzufinden. Neben der nach wie vor unschlagbaren Hundenase bei der Lawinenverschüttetensuche steht im Sommer die Gebirgsflächensuche im Vordergrund, die neben einem guten Hund auch die entsprechende Qualifikation des Hundeführers erfordert. „Nach Absolvierung eines Aufbaulehrganges werden mehrere aufeinander aufbauende Kurse, die jeweils mit einer Prüfung abschließen, absolviert, bevor der Hund als voll ausgebildet gilt. „Auch danach hat sich jedes Team jährlich einer Einsatzfähigkeitsprüfung zu unterziehen“ erklärt Ausbildungsleiter Klehenz.
Viel Arbeit für die Teams
Um Qualität und Professionalität auch im Ehrenamt zu gewährleisten, müssen neben der Faschinawoche regelmäßig, sprich jede Woche, dezentral Einheiten unter Aufsicht eines eigens dafür ausgebildeten Trainers erfolgen. „Lernkontrollen und eine lückenlose Dokumentation jeder Einheit sind obligatorisch, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen“, erklärt der Ausbildungsleiter. Ohne die privaten Übungsstunden zu Hause, die fast täglich absolviert werden müssen, kommt so jedes Team locker auf 200 Übungsstunden im Jahr – ehrenamtlich wohlgemerkt. Dazu kommen noch Einsätze und beispielsweise die Beistellung eines Hundeführers bei der Libelle in Hohenems ab Lawinengefahrenstufe 3. „Das wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind, bestätigen uns auch externe Trainer, die immer wieder hinzugezogen werden“, merkt Hermann Bachmann abschließend zufrieden an. STO
