Hohe Impfbereitschaft in Feldkircher Pflegeheimen

Vorarlberg / 21.01.2021 • 16:37 Uhr
Seit 12. Jänner wird in den Feldkircher Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft. Die Beteiligung an der Impfaktion war erfreulich hoch.<span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Seit 12. Jänner wird in den Feldkircher Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft. Die Beteiligung an der Impfaktion war erfreulich hoch.VN/Stiplovsek

Zwei Drittel der Angestellten und 90 Prozent der Bewohner sind bereits gegen das Coronavirus geimpft.

Feldkirch Tag eins der Coronaimpfungen in den Pflegeheimen war in Feldkirch der 12. Jänner. Rund um die Aufregung um Bürgermeister Wolfgang Matts Impfung entgegen der Impfreihenfolge gibt es diesbezüglich auch positive Nachrichten zu vermelden: Bis zum Ende dieser Woche haben sämtliche Bewohner von Pflegeheimen und alle Mitarbeiter im stationären und ambulanten Pflegebereich die Möglichkeit gehabt, sich gegen Corona impfen zu lassen. Die Beteiligung an der Impfaktion war sowohl innerhalb der Belegschaft als auch unter den Bewohnern hoch – rund zwei Drittel der Mitarbeiter und 90 Prozent der Bewohner kamen zur ersten Teilimpfung. In rund drei Wochen, zwischen dem 2. und 9. Februar, erhalten alle Geimpften die zweite Teilimpfung.

Ablauf der Impfungen

Die ersten Mitarbeiter der städtischen Pflegeheime nahmen bereits am 10. Jänner die Gelegenheit wahr, sich in der Dornbirner Impfstraße impfen zu lassen. Auch die Mitarbeiter des mobilen Hilfsdienstes hatten die Möglichkeit, sich in Dornbirn impfen zu lassen. Der eigentliche Impfstart in den Pflegeheimen erfolgte dann zwei Tage später im Haus Schillerstraße. An diesem Tag wurden auch die ersten Mitarbeiter des Krankenpflegevereins geimpft, da sich die Stationen der Krankenpflegevereine größtenteils in den Häusern der Seniorenbetreuung befinden.

Am 16. Jänner folgte das Haus Gi­singen. An diesem Tag wurden auch die restlichen Mitarbeiter aller Häuser der Seniorenbetreuung geimpft. Hinzu kamen weitere Mitarbeiter der Krankenpflegevereine sowie Gäste der Tagesbetreuung des mobilen Hilfsdienstes.

Nur zwei Tage später, am 18. Jänner, erhielten die Bewohner vom Haus Tosters und des angrenzenden betreuten Wohnens die erste Impfdosis. Den Abschluss der ersten Impftranche machten – vorerst – tags darauf die Bewohner des Haus Nofels. Im Antoniushaus wurde der Impftermin auf heute, Freitag, fixiert. Dazu Gesundheitsstadtrat Guntram Rederer: „Ich freue mich, dass eine so große Zahl von betroffenen Menschen aus den einzelnen Themenfeldern heraus schnell geimpft und somit geschützt werden konnte. Exzellent organisiert und durchgeführt – respektvolle Gratulation an alle Beteiligten.“

Gute Aufklärungsarbeit

Es sei eine allgemeine Erleichterung zu spüren, die ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, und die Bewohner setzen große Hoffnung in die Impfung und dass mit ihr bald wieder eine Art Normalität einkehre. „Die hohe Beteiligung und die entstandene Dynamik unter den Mitarbeitern und Bewohnern hat mich sehr gefreut“, zeigt sich auch Herbert Lins, Geschäftsführer der Seniorenbetreuung Feldkirch, mit der Impfaktion zufrieden. „Es war mir stets wichtig, niemanden zu einer Impfung zu überreden, sondern gute und objektive Aufklärungsarbeit zu leisten.“ Lins verweist außerdem auf die gute Zusammenarbeit mit den Heimärzten, die die Bewohner seit der Umstellung auf die Coronaampelfarbe Rot nicht nur umfassend betreuen, sondern auch für Informationsveranstaltungen zur Impfung zur Verfügung standen.

Großartiger Zusammenhalt

„Beeindruckt haben mich die wertschätzende Zusammenarbeit mit den Systempartnern und der großartige Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft“, so die Koordinatorin der Covid-19-Impfungen der Feldkircher Senioren-Betreuung Bettina Arden-Stockinger. „Egal ob Mitarbeiter oder Führungskraft – alle brachten ihre Stärken ein, packten beim Aufbau der Impfstraße mit an und trugen zur Betreuung der Impflinge bei.“ Die Vorlaufzeit zur Organisation sei zwar kurz, intensiv und von vielen Terminverschiebungen geprägt gewesen. Nichtsdestotrotz wurde die Zeit seit Weihnachten aber intensivst genutzt, um Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige und Erwachsenenvertreter bestmöglich über die Impfung aufzuklären. Die Unsicherheit über die zu erwartenden Impfstoffmengen verlangte sowohl der Koordinatorin als auch der Belegschaft zwar einiges ab, doch auch vonseiten des Landes wurde die Seniorenbetreuung tatkräftig unterstützt, wie Arden-Stockinger berichtet.