Vom Golasch-Veere zum Bankhaus im Bregenzer Zentrum

Vor langer Zeit gab es in Bregenz schon einmal ein Gasthaus Lamm.
Bregenz Zwischen dem Mohren am Kornmarktplatz, wo einst das Bregenzer „Mohren“ gebraut wurde, und dem Löwen (ebenfalls mit eigener Brauerei) an der Ecke Rathausstraße und Kornmarkt, befand sich einst vor langer Zeit in Bregenz das „Goldene Lamm“, bekannt als Golasch-Veere. Die Wirtschaft musste nach dem 1. Weltkrieg der Mercur-Bank aus Wien weichen, in den 1970er-Jahren wurde dort die Länderbank (heute Bank Austria) neu gebaut. Viel ist über das „Lamm“ nicht überliefert, über 100 Jahre ist es her, dass dort einmal ein angeblich sagenhaft gutes Gulasch aufgekocht wurde.
Zum Goldenen Lamm
Die Geschichte dieses Hauses beginnt eigentlich im Jahre 1846. Damals hat ein Adam Gierer aus Nonnenhorn an der Stelle einer alten Lotterhütte ein neues Haus, nämlich das „Gasthaus zum Goldenen Lamm“, gebaut. Er war Gastwirt und Weinhändler und seit 1828 mit Anna Maria Pfänner, der Tochter des Weinhändlers Pfänner in der Kirchgasse (heute Vorarlberger Landesarchiv), verheiratet. Das Gasthaus ist dann in die Hände von Gierers Schwager, Franz Josef Egg,
gekommen. 1892 empfiehlt sich ein Martin Salzmann im „Dornbirner Gemeindeblatt“ als Pächter oder Besitzer.
Seine Werbung hat den Wortlaut: „Ich beehre mich, der verehrten Einwohnerschaft von Dornbirn und Umgebung höflichst bekannt zu geben, dass ich am Dienstag den 2. Februar (Maria Lichtmeß) den Betrieb des Gasthofs „.zum Lamm‘ am Kornmarktplatz in Bregenz übernehmen werde und empfehle denselben zu geneigtem Besuche unter Zusicherung bester Bedienung.“ 1900 hatte dann Xaver Heim dieses Wirtshaus übernommen. Sein Gulasch (er war auch Metzger) war angeblich so gut, dass man ihn den Golasch-Veere genannt hat. Eine Zeit lang war dann das „Lamm“ im Besitz der Egger Brauerei (Simma). Nach dem Ersten Weltkrieg, 1918, ist es von der Wiener Mercur-Bank erworben worden. Das Wirtshausschild vom „Lamm“ ist schließlich ins Aurach (Maurach) gewandert und hat dem Haus über dem Vedovelli (später zog dort der Teppichhändler Bayat ein, heute ein Treffpunkt für Bier-Feinschmecker) den Namen noch jahrzehntelang gegeben. Fst
