Ermittlung an Bezauer Schule: “Großteil widerlegt”

Anfragebeantwortung im Landtag entlastet ehemaligen Direktor der Wirtschaftsschulen Bezau.
Bregenz Die Wirtschaftsschulen Bezau und deren ehemaliger Leiter sind ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten (die VN berichteten). Zumindest gibt es Ermittlungen gegen Andreas Kappaurer, mittlerweile pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion. Es geht dabei vor allem um Einnahmen aus Schulveranstaltungen, die über einen Förderverein ins Schulbudget geflossen sein sollen, anstatt ins Budget der zuständigen Behörde, namentlich das Bildungsministerium. Kappaurer wies in einer Stellungnahme an die VN die Vorwürfe zurück und sprach davon, dass es derselbe Tumult sei, der schon einmal geprüft und widerlegt wurde. Geht es nach einer aktuellen Anfragebeantwortung an FPÖ-Klubobmann Christoph Bitschi, könnte das erneut so sein.
Nach den Medienberichten, unter anderem in den VN, stellte Bitschi sieben Fragen an die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink. Sie konnte nicht direkt antworten, schließlich ist die Wirtschaftsschule Bezau eine Bundesschule. Mit den Worten “Klarstellen und hervorheben möchte ich jedenfalls, dass Mag. Kappaurer seine Funktion hervorragend ausübt und stets außerordentliche Einsatzbereitschaft zeigt”, verweist sie auf eine Stellungnahme der Bildungsdirektion. Direktorin Evelyn Marte-Stefani führt darin aus, dass sie zwar in einem laufenden Verfahren zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet sei. Aber sie teilt mit, dass sich die interne Revision des Ministeriums im Auftrag der Bildungsdirektion mit dem Fall beschäftigt habe. “Dieser Schlussbericht liegt nun vor, in dem bereits ein Großteil der von Ihnen angesprochenen Vorwürfe widerlegt bzw. richtiggestellt wurde.” In weiterer Folge lobt sie die Fachkompetenz und Einsatzbereitschaft Kappaurers, der zur Errichtung der Bildungsdirektion einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag geleistet habe.
Neos-Abgeordneter Gerald Loacker hat in dieser Causa parlamentarische Anfragen an das Bildungs-, das Justiz- und das Finanzministerium gestellt. Antworten stehen noch aus.