Vorarlbergs Touristiker gehen auf die Straße

Vorarlberg / 28.10.2020 • 12:00 Uhr
Vorarlbergs Touristiker gehen auf die Straße
Mit #eswerdelicht wollen die Gastronomen auf sich aufmerksam machen. VN/RAUCH

Am Donnerstag bringen sie #eswerdelicht nach Bregenz.

Bregenz Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit, die Pandemie in den Griff zu bekommen, leiden die Hoteliers und Wirte unter den Auflagen. Die frühe Sperrstunde und die Unmöglichkeit von Weihnachtsfeiern bringe die Gastronomie in eine schwierige Situation. Einerseits habe man offen, bekomme also keine Staatshilfe. Andererseits kommen kaum Gäste, also auch kein Umsatz. Mit der Kampagne „#eswerdelicht“ werben sie in Vorarlberg für ihre Standpunkte und hoffen auf Verständnis und Unterstützung.

“Es ist unverständlich, dass die Sperrstundenregelung bei 22.00 Uhr bleibt. Die Maßnahme hat keine Wirkung gezeigt, denn die Infektionszahlen steigen massiv, in erster Linie auch deshalb, weil die privaten Feiern weiter aus dem Ruder laufen. Hier muss richtig – marktkonform – gehandelt werden! Die Branche akzeptiert keine zusätzlichen Maßnahmen, bevor nicht die bestehenden evaluiert bzw. auf ihre Auswirkungen hin geprüft wurden! Erkennen Sie bitte, dass es nichts bringt, Barrieren in der Gastronomie aufzubauen, wo so gut wie keine Infektionen stattfinden. Unsere Branche ist sicher!”, betont die Initiative #eswerdelicht in einem offenen Brief an Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner. Man habe als Gastronomie seine Hausaufgaben gemacht, die Politik müsse beginnen, die Gastronomie als Teil der Lösung und nicht als Teil des Problems zu sehen.

Am Donnerstag wollen die Touristiker in Bregenz bei einem stillen Protest auf die Straße gehen. Vertreter der Vorarlberger Gastronomie und Hotellerie wollen einem Trauermarsch gleich schweigend durch die Stadt vors Landhaus ziehen. Beginn ist gegen 14.30 Uhr am Bregenzer Hafen.

Man dürfe diesen Protest jedoch nicht mit einem Protest gegen die Coronamaßnahmen per se verwechseln, wollen die Initiatoren betont wissen. Es sei ein reiner Protest der Touristiker, Thema sei rein ihre Situation. Es sei daher auch nicht erwünscht, dass sich andere Fraktionen mit eigenen Forderungen dem Protest anschließen, hofft man auf Solidarität mit den Gastgebern und ihren Mitarbeitern.

Denise Amann zu #eswerdelicht

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