Die Weihnachtsfeier aus dem Einweckglas

Vorarlberg / 28.10.2020 • 17:00 Uhr
Die Weihnachtsfeier aus dem Einweckglas
So soll beispielsweise das Weihnachtsmenü von Mo Catering für Weihnachtsstimmung sorgen. MO CATERING

Da Weihnachtsfeiern unmöglich sind, setzen Caterer auf das Fest aus dem Glas.

Hohenems An sich ist bis Weihnachten noch etwas Zeit, das gilt auch für Weihnachtsfeiern. Dennoch wollen diese gut geplant und vorbereitet sein. Während kleinere Unternehmen noch auf Lockerungen in den nächsten Wochen hoffen können, müssen größere Betriebe der Tatsache ins Auge sehen, wonach traditionelle Zusammenkünfte der Belegschaft nicht möglich sein werden.

Betriebe planen um

“Bei uns sind Weihnachtsfeiern definitiv abgesagt, das ist einfach der Situation geschuldet”, erklärt Wolfgang Pfister vom Liebherr-Werk in Nenzing. Normalerweise habe man sowohl eine große Feierlichkeit auf dem Betriebsgelände wie auch Abteilungsfeiern, die vom Unternehmen finanziell unterstützt werden. Heuer empfehle man den Mitarbeitern, auch von kleineren Abteilungsfeiern Abstand zu nehmen. “Es gibt natürlich Überlegungen, dies nächstes Jahr zu kompensieren, sobald es die Situation zulässt”, betont Pfister.

Ein großes Betriebs-Weihnachtsfest gibt es bei Blum auch sonst nicht, erklärt Philipp Blum, Geschäftsführer des gleichnamigen Beschlägehersteller. Vielmehr hätten die Abteilungen und Bereiche ihre eigenen Weihnachtsfeiern organisiert. Aufgrund von Corona gebe es jedoch seit dem Frühjahr keine Mitarbeiterevents, auch wenn es schmerze. “Dies ist bedauernswert, da wir den persönlichen Austausch bei solchen Veranstaltungen sehr schätzen”, betont Blum. “Aber aus der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden und unseren Kunden müssen wir dies so handhaben.”

Suche nach Alternativen

“Unsere Branche ist faktisch im Lockdown”, erklärt Betriebsleiter Marco Geser von Mo Catering. Selbst wenn es Lockerungen für Veranstaltungen geben würde, eine Feier mit 200 Teilnehmer werde bis Weihnachten nicht drin sein. Für sein Unternehmen bedeute das allein 80 bis 100 Absagen. Kaum habe man ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt, hätte eine neue Verodnung dieses zunichte gemacht. Auch Ernst Seidl betont gegenüber den VN, dass die meisten Unternehmen bereits vor einem Monat storniert hätten.

Bei den Caterern hat man sich daher auf Alternativen eingestellt. Die Hoffnung: Mit kreativen Alternativen den Betrieben die Möglichkeit geben, auf persönlichere Art als mit Geschenksgutscheinen ihren Mitarbeitern Danke zu sagen. Seidl setzt hier auf Geschenksboxen mit Produkten aus eigener Produktion, von Chutney bis hin zu Ölen. Einen Schritt weiter geht man bei Mo Catering: Diese Woche noch sollen fertig vorbereitete Menüs vorgestellt werden, die Regionalität und Nachhaltigkeit in sich vereinen. Geplant sind Jutetaschen, in denen sich in Einweckgläser vorbereitete Menüs für zwei Personen befinden, bis hin zum Sechs-Gänge-Menü. “Wenn wir schon nicht persönlich kochen können, wollen wir den Menschen wenigstens unsere gewohnte Qualität anbieten”, fasst Geser die Idee hinter dem Do-it-yourself-Menü zusammen.