Vorarlbergs Gastgeberinnen: Denise Amann sorgt in Frastanz für kulinarische Überraschungen

Denise Amann über die Mehrfachbelastung als Köchin und Mutter, die Coronakrise und warum es bei ihr Menue Surprise gibt.
Frastanz Ins Restaurant gehen, ohne zu wissen, was auf den Teller kommt – klingt abenteuerlich. Genau das ist die Intention von Köchin Denise Amann, die das Restaurant Mizzitant in Frastanz führt: „Man bekommt etwas, das man vielleicht selbst nie bestellen würde. Man kann die Leute dazu bewegen, Neues auszuprobieren und die Neugierde erwecken“, erklärt Amann das Konzept. Unter der Woche gibt es abends zwei bis vier Gänge, am Freitag und Samstag vier Gänge. Nur am Mittag (mittwochs und donnerstags) kann man zwischen zwei Vorschlägen – eine Variante davon vegetarisch – wählen. Gemeinsam haben die kulinarischen Köstlichkeiten die regionale Herkunft. Gekocht wird hier nämlich ausschließlich mit saisonalen Bioprodukten von Anbietern aus der Umgebung.
Gästen gutes Gefühl geben
„Ich finde die Gastronomie sehr faszinierend. Du bist Gastgeberin, kannst sehr kreativ sein“, bringt Denise Amann ihre Motivation auf den Punkt. „Nicht nur in der Küche, sondern auch im Service. Ich finde es schön, Leuten ein gutes Gefühl zu geben.“ Eigentlich hat die 41-Jährige Mediendesign studiert. Sie bewarb sich als junge Frau einfach eines Tages ohne jede gastronomische Ausbildung in einem Restaurant – und wurde eingestellt. Seitdem steht sie in der Küche, und das mit Erfolg. Ihre kulinarische Ader hat sie von zu Hause mitbekommen. Schon Mutter und Großmutter haben viel nach Gefühl und Geschmack gekocht.Viele Jahre hat die gebürtige Bregenzerin auch in Asien, Frankreich, der Schweiz und zuletzt in Wien gelebt und gearbeitet. Vergangenes Jahr zog „Mizzitant“, wie sie von Gästen genannt wurde, von Bludenz in die idyllischen Anhöhen von Frastanz, auf die Flur Maria Grün – daher auch der Name Mizzigreen. Hier bietet sie auch regelmäßig Kochkurse für Interessierte an.





Trotz Corona Licht im Dunkeln
In den letzten Monaten hat ihr wie vielen anderen auch die Coronakrise zu schaffen gemacht. Deswegen unterstützt die leidenschaftliche Köchin die Initiative #EswerdeLicht, mit der Vorarlberger Gastronomen auf die dramatische Lage hinweisen wollen. „Gerade die Aufhebung der 22-Uhr-Sperrstunde würde uns Gastronomen schon sehr viel bringen“, betont Amann, die aufgrund der Coronakrise derzeit auch keine Kochkurse geben kann. Natürlich lag in der Zeit des Lockdowns die Mehrfachbelastung besonders auf den Schultern der Mutter, Köchin und Geschäftsführerin. Oft genug saß das Mädchen in der Küche auf dem Hochstuhl, während sie vorkochte. „Zum Glück kennt sie es nicht anders“, konnte Amann immer auf das Verständnis der Tochter setzen. „Sie bekommt auch das Schöne mit. Zum Beispiel, dass man etwas dafür bekommt, wenn man das macht, was man gerne macht“, sieht die Mutter das Licht im Dunkeln. VN-MIH, RAU
Restaurant Mizzitant
Mariagrünerstraße 30
6820 Frastanz
Öffnungszeiten (Achtung: Derzeit gilt die Corona-Sperrstunde um 22 Uhr!)
Mittag
11:45 bis 14 Uhr
Mo. & Di. Ruhetag
Mi. & Do.: geöffnet
So.: geöffnet laut Events
Abend
18 bis 23 Uhr
Mo. & Di.: Ruhetag
Mi. & Do.: Menue Surprise , A la carte
Fr. & Sa.: Menue Surprise
Reservierung nur telefonisch unter+43 (0)699 1779 0312
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