QR-Codes an jedem Tisch: So startete die Registrierungspflicht

Seit Sonntag müssen sich Gäste in Lokalen registrieren, der Start gelang wohl problemlos.
Dornbirn QR-Codes sind an sich nichts Neues, doch viele Vorarlberger sind seit diesem Wochenende wohl zum ersten Mal mit ihnen konfrontiert. Denn die vom Land und den Tourismusregionen angebotene Lösung für die Gästeregistrierung in den Gastronomiebetrieben funktioniert über diese entfernt an ein Schachbrett erinnernden Bilder. Die Vorteile: Sie funktionieren bei vielen Handys über die Kamera und benötigen sonst keine weiteren Apps, sind daher in der Handhabung schnell und unkompliziert. Gespeichert werden die Daten 28 Tage lang extern und außer Reichweite von unbefugter Nutzung. Die Nachteile: Gerade günstigere Apps haben den QR-Reader nicht in der Kamera inkludiert und benötigen daher eine spezielle App – und der Dienst benötigt Internet.
Gastgeber, die kein eigenes WLAN anbieten können, benötigen daher eine analoge Lösung, sprich Registrierung per Zettel, als Ausweichlösung, so wie das 21 Cafehaus in Dornbirn. “Es gibt schon noch Leute, die es nicht kennen, die werden vom Personal eingewiesen”, erklärt Teamleiter Thomas Reiner. Grundsätzlich werde der Code selbst meist gut angenommen, am Montagabend war es ihm aber noch zu früh für eine Einschätzung. Er schätzt die vom Land angebotene Lösung aufgrund ihrer Einfachheit. “Ich hätte es mir anfangs komplizierter vorgestellt”, räumt er ein.
Marcel Lerch (49) setzt in seinen Lokalen wie dem Schmuggler in Lustenau ebenfalls auf einen QR-Code, wenn auch von einem anderen Anbieter. “Wir haben die Kleber schon seit dem Wochenende auf den Tischen”, erklärt er. Diese würden von den Gästen gut angenommen. Für jene, die von der Technik überfordert sind, gebe es ebenfalls Registrierungszettel. “Es gibt ein paar, die keine Telefonnummer angeben wollen, diese müssen dann halt die Mailadresse und Wohnadresse angeben”, dies seien bisher laut Lerch die einzigen Herausforderungen bislang.

Ähnlich ist die Situation auch in den McDonald’s-Restaurants von Loek Versluis (59). Er konnte auf den Erfahrungen aufbauen, die das Franchise-Unternehmen bereits in Wien und Tirol machte. An den Tischen sind QR-Codes, beim Eingang alternativ sonst Registrierungszettel zu finden. “Nach dem Scannen muss man nur die Tischnummer eingeben”, erklärt Versluis. “Die Webseite bittet dann darum, beim Verlassen des Lokals einen Bestätigungsknopf zu drücken.” So wisse man, wer wie lange im Restaurant war. Die Zettel werden am Ausgang gesammelt und täglich abgelegt. Der Start habe soweit sehr gut geklappt. “Wir gehen auch regelmäßig durch die Lokale und erinnern die Gäste an die Registrierung”, ist der Franchisenehmer mit der Umsetzung zufrieden. Dies gilt auch für das eigene Personal: Bei wöchentlich 150 Tests der Mitarbeiter habe es bislang nur drei positiv Getestete gegeben – welche sich alle im privaten Umfeld infiziert hätten.