So geht es nun in Ludesch weiter

Vorarlberg / 26.10.2020 • 13:30 Uhr
Das Grundstück des Anstoßes: Hier wollte die Firma Rauch in Ludesch erweitern. <span class="copyright">VN/Lerch</span>
Das Grundstück des Anstoßes: Hier wollte die Firma Rauch in Ludesch erweitern. VN/Lerch

Land und Gemeinde setzen sich zusammen. Firma Rauch abwartend.

Ludesch Nachdem der Verfassungsgerichtshof die Entscheidung in Ludesch aufgehoben hat, steht alles wieder bei null. Für einen neuen Anlauf, um die Wiese umzuwidmen, müsste wieder beim Land angesucht werden. Der Ludescher Bürgermeister Martin Schanung hat noch keine Entscheidung getroffen, wie es weitergeht. Die Gemeinde werde sich mit dem Land beraten und dabei die weitere Vorgangsweise erörtern. Wird die Gemeinde eine Volksabstimmung oder -befragung initiieren? „Wir lassen alles völlig ergebnisoffen, ob im besagten Gebiet künftig Gemüse angebaut wird oder neue Arbeitsplätze entstehen sollen.“ In Richtung Rauch gibt sich Schanung gesprächsbereit.

Beim Fruchtsafthersteller und Red-Bull-Abfüller Rauch dürfte zwar Freude herrschen, man gibt sich aber pragmatisch: „Wir nehmen die aktuellen Entwicklungen zur Kenntnis. Was die Erkenntnis für unser bestehendes Werk bedeutet, müssen wir erst bewerten“, sagt Geschäftsführer Daniel Wüstner. Bei jener Initiative, die die Volksabstimmung ins Rollen gebracht hatte, zeigt man sich gefasst. „Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet, sie war absehbar und wir nehmen sie zur Kenntnis“, meint Christoph Aigner. „Das ist ein demokratiepolitischer Schaden, der weit über Ludesch hinausgeht.“ Er geht davon aus, dass das Land das ruhende Verfahren auf Entnahme der Flächen aus der Grünzone nicht von selbst weiterführe. Jetzt werde man das Gespräch mit dem neuen Bürgermeister Martin Schanung suchen.